Nach starkem Start bei US-Majorturnier:
Austro-Golfer Brier doch ausgeschieden

Österreicher rutscht von Platz sechs auf Platz 73 Superstar Tiger Woods übernimmt die Führung

Nach starkem Start bei US-Majorturnier:
Austro-Golfer Brier doch ausgeschieden

Nach seinem glänzenden Auftakt hat Golf-Profi Markus Brier bei der 89. US PGA Championship in Tulsa einen "schwarzen Freitag" erwischt und ist ausgeschieden. Der österreichische US-Debütant, der nach Tag eins mit 69 Schlägen noch auf Platz sechs gelegen war, stürzte am zweiten Tag mit einer 77er-Runde völlig ab und fiel um einen Schlag sogar noch aus dem Cut. Unwiderstehlich hingegen US-Star Tiger Woods, der sich trotz großer Hitze mit einer 63er-Rekord-Runde in Führung schoss.

Für Brier ist hingegen das so verheißungsvoll begonnene US-Abenteuer vorbei. Am Donnerstag hatte der 39-jährige Wiener, der als erster Österreicher zu einem US-Major eingeladen worden war und so für einen weiteren Meilenstein im österreichischen Golf gesorgt hatte, mit einem Birdie begonnen und zwischenzeitlich sogar geführt. Am zweiten Tag ging bei großer Hitze aber alles schief. Brier startete mit einem Schlagverlust und kassierte insgesamt sieben Bogeys. "Schlechte Drives, schlechte Eisen, wenige Ups and Downs. Mit einem Wort eine total verkorkste Runde", fasst Brier seine bittere Runde zusammen.

Die Gründe für diesen Absturz lagen also auf der Hand. Bitter war Briers "Absturz" aber allemal. Nach zwölf Löchern noch in Führung liegend, gelang dem Österreicher auf den folgenden 24 Spielbahnen kein einziges Birdie mehr, vielmehr büßte er gleich zehn Schläge ein. Noch bitterer war, dass er mit 146 Schlägen den letztlich bei 145 liegenden Cut dennoch um nur einen Schlag verpasste. Wenigstens war Brier in guter Gesellschaft, denn neben Stars wie dem Weltranglisten-Zweiten Jim Furyk sowie Vijay Singh oder Henrik Stenson sind auch US-Open-Sieger Angel Cabrera und Masters-Champion Zach Johnson am Wochenende nicht mehr dabei.

Woods hingegen hat alle Chancen, 2007 doch noch einen Major-Sieg einzufahren. Der 31-jährige US-Superstar egalisierte mit seinen 63 Schlägen den Rundenrekord an Major-Golfturnieren und übernahm mit zwei Schlägen Vorsprung die Führung vor seinem US-Landsmann Scott Verplank.

63 Schläge bedeuteten für Woods auch eine persönliche Bestleistung bei Grand-Slam-Turnieren. Er schaffte dies als 21. Spieler überhaupt und als zehnter in der Geschichte der US PGA Championship. Mit 62 Schlägen wäre er alleiniger Rekordhalter geworden. Der Birdie-Putt an der 18 lippte aber hauchdünn aus. "Es wäre ein netter kleiner Rekord gewesen. Aber 62,5 Schläge sind auch nicht schlecht", zeigte sich Woods gut gelaunt.

(apa/red)