Nach Staatspleite von

Argentinien will mit
Hedgefonds verhandeln

US-Richter ordnete für Freitag weitere Anhörung an - Banken könnten einspringen

Argentinien kämpft um die Zahlungsfähigkeit. © Bild: REUTERS/Marcos Brindicci

Der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kicillof hat sich nach dem Abrutschen des Landes in die Staatspleite zu weiteren Gesprächen mit den Gläubigern bereiterklärt. Man stehe für ein Treffen mit den Hedgefonds zur Verfügung, sagte Kicillof am Donnerstag in Buenos Aires. Seine Regierung sei nicht grundsätzlich gegen eine Einigung mit den privaten Anlegern, beteuerte der Minister.

Die Voraussetzungen seien gegeben. Einzelheiten nannte er nicht. Kicillof bestritt zugleich abermals, dass die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas nach Brasilien und Mexiko zahlungsunfähig sei.

Zwölf Jahre nach der Insolvenz 2002 rutschte das südamerikanische Land erneut in die Staatspleite, nachdem es im Rechtsstreit mit klagenden Hedgefonds in New York die fristgerechte Auszahlung von 1,33 Mrd. Dollar (rund 994 Mio. Euro) samt Zinsen verweigert hatte. Richter Thomas Griesa ordnete daraufhin an, dass vorerst alle übrigen Gläubiger nicht ausbezahlt werden dürfen, die bei Schuldenschnitten auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichtet hatten. Für Freitag setzte Griesa im Schuldenstreit eine neue Anhörung in New York an.

Springen internationale Banken ein?

Wie die Thomson-Reuters-Tochter IFR unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, könnten internationale Banken den Fonds die Schulden abkaufen, um der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas beizustehen. In der argentinischen Zeitung "Ambito" wurden als Interessenten JP Morgan, Citigroup und HSBC genannt.

Auch die US-Ratingagentur Fitch senkte die Bonitätsnote Argentiniens. Die Agentur stufte das südamerikanische Land nun als "partiellen Zahlungsausfall" ein. S&P hatte Argentinien bereits am Mittwoch als teilweisen Zahlungsausfall bewertet. Moody's versah den Ausblick des Landes mit einem negativen Vorzeichen. Damit droht Argentinien eine Herabstufung.

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