Nach turbulentem Spiel: Ruhepause für Rapid nach hart erkämpftem 2:2 in Innsbruck

Foul: Tirols Straka wittert Wiener Verschwörung

Die Profis des österreichischen Fußball-Rekordmeisters Rapid Wien durften sich nach dem hart erkämpften 2:2-Auswärtsremis gegen Wacker Tirol über den ersten trainingsfreien Tag unter Neo-Trainer Peter Pacult freuen. Der Nachfolger von Georg Zellhofer, der nach drei Pflichtspielen als Coach der Grün-Weißen weiter auf seinen ersten Sieg wartet, belohnte damit die Moral seiner Truppe, die in Innsbruck gegen den vorläufigen Tabellen-Zweiten zweimal einen Rückstand egalisierte.

Der ehemalige Torjäger bewies am Tivoli bei seinen Personal-Entscheidungen ein "goldenes Händchen". Zunächst reagierte er auf die Cup-Pleite gegen die Vienna und ließ Peter Hlinka wie auch Matthias Dollinger auf der Bank, dann brachte er den slowakischen Teamspieler in der 73. Minute und wurde dafür mit dessen Tor (79.) zum 2:2-Endstand belohnt.

Rapid seit 6 Pflichtspielen weiter ohne Sieg
Trotz des Teilerfolges wartet Rapid, vor den vier Sonntags-Partien Tabellen-Sechster, weiter auf den ersten Sieg seit sechs Pflichtspielen und den ersten vollen Auswärtserfolg seit elf Monaten. "Die erste Spielhälfte hat schon sehr nach Fußball ausgeschaut, in der zweiten haben wir das Mittwoch-Spiel (Cup/Anmerkung) gespürt", meinte Pacult nach der sehenswerten Partie, die mit Abpfiff noch nicht erledigt war.

In den Reihen der Tiroler herrschte Aufregung. Dem Ausgleich durch Hlinka soll ein Foul von Bilic an Wacker-Verteidiger Hannes Eder vorangegangen sein. "Für die gleiche Aktion hat Aganun die Gelbe Karte gesehen. Es war aber ein Fehler von uns, dass wir nicht weitergespielt haben", zürnte Wacker-Coach Frantisek Straka und auch Eder fühlte sich betrogen: "Es war ein klares Foul, sonst lege ich mich am Sechzehner nicht hin. Wir wurden wieder um den Sieg gebracht. Vielleicht will man nicht, dass wir gegen Wiener Vereine gewinnen."

Straka konnte dem Punktgewinn aber auch einige positive Aspekte abgewinnen. "Nach der ersten Spielhälfte wusste ich, dass meine Mannschaft noch zulegen kann", erklärte der Tscheche. "Wir müssen weiterhin Punkte sammeln. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat großartig gespielt."

Gegenüber Pacult will mit seiner Mannschaft nach dem freien Sonntag im Training richtig durchstarten: "Ich bin erst sieben oder acht Tage bei Rapid, habe noch gar nicht angefangen, wirklich zu trainieren. Jetzt habe ich einmal geschaut, was die Spieler drauf haben. Ab jetzt kann ich das Training durchziehen, das ich mir vorstelle."
(apa/red)