Nach Shitstorm von

Schikaneder: Keiner kam zur
Demo gegen JVP-Feier

60 Polizisten standen bereit, doch Demonstranten blieben aus

Nach Shitstorm - Schikaneder: Keiner kam zur
Demo gegen JVP-Feier © Bild: Facebook/Schikaneder

Die Ankündigung, dass die Junge Volkspartei (JVP) ein Treffen im Wiener Szenelokal Schikaneder abhalten wolle, sorgte im Vorfeld für großen Wirbel. Das Lokal geriet durch das Bereitstellen der Räumlichkeiten in einen Shitstorm, unter dem Titel „Freiraum zurück!“ wurde via Facebook zur großen Demo und Gegenveranstaltung aufgerufen. Bloß: Es kam niemand.

Die Aufregung war – vor allem in den sozialen Medien – wieder einmal groß. Im Kultlokal Schikaneder in der Wiener Margaretenstraße wurde eine Veranstaltung der Jungen ÖVP angekündigt – sehr zur Missgunst vieler Stammgäste. Dem als linksgerichtet bekanntem Lokal wurde von Usern unter anderem vorgeworfen, sich zum „Handlanger rassistischer und elitärer Politik“ zu machen und „dem Rechtsruck in Österreich Raum zu bieten“. So die Kommentare auf Facebook.

Kein Demonstrant zu sehen

Unter dem Titel „Freiraum zurück!“ wurde via Facebook kurzerhand zur Demo gegen die Veranstaltung am gestrigen Dienstag Abend aufgerufen. Angekündigt hatten sich 250 Demonstranten, als die Wiener Polizei mit 60 Mann auf der Margaretenstraße Stellung bezog. Doch es sollte zu einem ruhigen Abend für die Exekutive werden: Kein einziger Demonstrant ließ sich blicken. Nur ein paar Schaulustige tauchten auf, die nachfragten, was denn hier los sei, wie „kurier.at“ berichtet.

Absage

Um 18.30 Uhr ruderte der Veranstalter dann zurück und sagte die Demo auf Facebook ab. „Durch den Druck der Polizei und die Androhung von Strafen wurde das Risiko für den Versammlungsleiter als einzelne Privatperson nicht mehr tragbar“, so die Begründung. Die Demonstration wurde – aufgrund eines Formalfehlers – von Seiten der Polizei bereits davor nicht genehmigt. Dennoch riefen die Organisatoren bis zuletzt dazu auf, weshalb die 60 Beamten auch vor Ort waren.