Nach hetzerischer Schmieraktion auf
KZ Mauthausen: "Lichterzug gegen Rechts"

Proteste der Bundesjugendvertretung am 30. April Noch immer keine Hinweise auf Täter bzw. Täterkreis

Nach hetzerischer Schmieraktion auf
KZ Mauthausen: "Lichterzug gegen Rechts" © Bild: APA

Die hetzerische Schmieraktion an der Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich hat zahlreiche empörte Reaktionen hervorgerufen. Jugendorganisationen riefen zu einem "Lichterzug gegen Rechts" auf. Die Islamische Glaubensgemeinschaft appellierte, diese Signale sehr ernst zu nehmen und Schritte der Bewusstseinsbildung und Aufklärung zu setzen.

"Von der Wortwahl bis zur Ausführung zeigt sich hier eine Dimension von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, die auf einen hohen Grad von Organisiertheit schließen lässt", hieß es in einer Erklärung. Außerdem sieht die Gemeinschaft eine enge Verbindung von Antisemitismus und der Hetze gegen Muslime. Beide Phänomene würden in direkter Geistesverwandschaft stehen und dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Protest der Bundesjugendvertretung
Auch die Bundesjugendvertretung verurteilt diesen Akt der Menschenverachtung aufs Schärfste und sieht die Aufarbeitung dieser Thematik als absolut notwendig. "Um einem verstärkten Aufkeimen von Faschismus und Rechtsextremismus entgegenzuwirken, sehen wir es als wichtige Aufgabe, Zivilcourage in der Gesellschaft zu unterstützen." Genau darum geht es auch der Sozialistischen Jugend Österreich, der Katholischen Jugend Österreich und der Österreichischen Gewerkschaftsjugend. Sie rufen daher zu einem "Lichterzug gegen Rechts" am 30. April in Linz auf. Hinweise auf den Täter, bzw. den Täterkreis gab es vorerst noch keine.

(apa/red)