Nach Rücktritt von Zico: Ivica Osim wird neuer Boss des japanischen Nationalteams

Ex-Sturm-Trainer spricht von "prinzipieller Einigung" Klub & Verband müssten noch Kleinigkeiten klären

Ivica Osim hat sich mit dem japanischen Verband "prinzipiell" auf eine künftige Zusammenarbeit geeinigt und wird den Brasilianer Zico wohl als Teamchef der Nationalmannschaft beerben. "Klub und Verband müssen nur noch Kleinigkeiten klären. Von meiner Seite aus ist alles klar", erklärte der ehemalige Sturm- Erfolgstrainer.

Osim hat den JFA-Verantwortlichen eine Vertragsdauer von "zwei plus zwei oder vier Jahren" vorgeschlagen, unterschrieben sei der Kontrakt aber noch nicht. Der Fußball-Philosoph führte JEF United, einen Klub aus Ichihara (nahe Tokio), seit 2003 zu zwei Vizemeister-Titeln und 2005 zum Cup-Sieg. Die Kontaktaufnahme seitens des Verbandes hatte vorübergehend für Miss-Stimmung gesorgt, da Osim noch einen gültigen Vertrag mit JEF United hat.

Nun dürfte sich aber alles in Wohlgefallen auflösen, Osim die Arbeit mit dem in Deutschland bereits in der Gruppenphase ausgeschiedenen Team aufnehmen können. "In der Mannschaft steckt viel Potenzial. Meiner Meinung nach muss sie sich aber ihrer eigenen Stärken besinnen, einen eigenen Stil finden", meinte der Bosnier, der Jugoslawien 1990 ins WM-Viertelfinale und Sturm Graz zweimal in die Champions League geführt hatte. "Diese Stärken sind Beweglichkeit, Schnelligkeit und gute Technik, dazu muss dann eine gute Taktik kommen." Was die japanischen Kicker auszeichne, sei laut Osim ein "besonderer Kampfgeist".

(apa/red)