Nach Rekordjahr 2006: Deutsche Lufthansa fliegt jetzt einen Milliardengewinn an

Chef Mayrhuber: "Schauen optimistisch nach vorne" Auch Tochter Swiss erstmals mit Gewinn

2006 stieg der Umsatz dank eines starken Passagierwachstums und Kosteneinsparungen um knapp zehn Prozent auf 19,8 Mrd. Euro. Der operative Gewinn legte um 46 Prozent auf 845 Mio. Euro zu. Der Konzerngewinn stieg um 77 Prozent auf einen Rekordwert von 803 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die Lufthansa bei normalem Geschäftsverlauf mit einer weiteren Ergebnisverbesserung.

Der Passagierrekord von 53,4 Mio. Fluggästen, ein höherer Anteil von Premium-Kunden auf der Langstrecke und Treibstoffzuschläge sorgten für einen starken Anstieg der Verkehrserlöse um 10,4 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. Auf der Langstrecke machen Premium-Passagiere einen Anteil von 19 Prozent aus, sorgen aber für 50 Prozent der Erlöse.

Auf die Treibstoffzuschläge will die Lufthansa vorerst nicht verzichten. 2006 nahm sie damit knapp 500 Mio. Euro ein. Die Treibstoffkosten stiegen 2006 zum Vorjahr um 26 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. Ohne Preissicherungsinstrumente wären sie um 150 Mio. Euro höher ausgefallen. "Treibstoff ist und bleibt der Hauptkostentreiber", sagte Finanzvorstand Gemkow.

In der Diskussion um einen besseren Klimaschutz wandte sich Mayrhuber gegen eine voreilige Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel. Zunächst müssten andere Mittel zum Kerosinsparen wie eine Vereinheitlichung der europäischen Flugsicherungen und ein Ausbau der Infrastruktur ausgeschöpft werden. "Es ist an der Zeit, den Öko-Populismus durch Öko-Rationalismus zu ersetzen."(apa/red)