Nach Rekord-Regen: Tausende Bewohner Neu-Englands fliehen vor Hochwasser

Katastrophenschutz warnt: "Es wird noch schlimmer!" Zweitnassester Monat seit Aufzeichnungs-Beginn

Nach den schwersten Regenfällen seit mehr als einem Jahrzehnt und dem schlimmsten Hochwasser seit 70 Jahren haben am Montag tausende Menschen in Neuengland ihre Häuser verlassen müssen. Die US-Staaten Massachusetts, Maine und New Hampshire riefen den Notstand aus.

Helfer fuhren mit Booten durch die überfluteten Straßen, um zu eingeschlossenen Menschen zu gelangen, während Rettungskräfte rund 200.000 Sandsäcke auftürmten und die Nationalgarde Zugangstraßen sperrte. "Es ist jetzt schon übel, aber wir erwarten, dass es noch viel schlimmer wird", sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes von Massachusetts. Für die Nacht zum Dienstag wurden weitere schwere Regenfälle erwartet.

Rekordverdächtiger Regen
Seit Freitag sind allein im Nordosten von Massachusetts etwa 30 bis 38 Zentimeter Regen niedergegangen. In Boston ist es Meteorologen zufolge bereits jetzt der zweitnasseste Monat seit dem Beginn der Aufzeichnungen 1872. "Ich habe noch nie ein Hochwasser wie dieses gesehen", sagte ein 40-jähriger Bewohner der besonders stark betroffenen Bostoner Vorstadt Peabody im Bundesstaat Massachusetts.
(APA/red)