Nach sechs Pleiten in sieben Spielen: KAC entlässt erfolglosen Trainer Kevin Primeau

Kapitän Viveiros übernimmt Amt als Interimscoach

Die erste Trainerentlassung der laufenden Saison der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) betrifft Kevin Primeau. Der Kanadier muss nach sechs Niederlagen in sieben Spielen seinen Platz bei Österreichs Rekordmeister KAC räumen. Kapitän Manny Viveiros wird bis auf weiteres das Training leiten und auch als Interimscoach fungieren. KAC-Präsident Karl Safron hatte sich nach der 1:4-Niederlage im Kärntner Derby gegen den VSV mit Primeau zusammengesetzt und danach die fristlose Kündigung ausgesprochen.

Nach nur einem Sieg und mit zwei Punkten auf dem Konto ist der KAC derzeit Tabellenletzter der Achterliga. Die Vorgabe des KAC-Vorstandes an Primeau waren zwei Siege in den drei Heimspielen gegen Innsbruck (3:4), Linz (4:1) und Villach (1:4). Mit der Niederlage gegen den Erzrivalen aus der Draustadt war das Schicksal des Kanadiers bei den Rotjacken besiegelt. "Da gab es dann nichts mehr zu reden. Wenn Trainer und Spieler aus welchen Gründen auch immer nicht zusammenpassen, dann gibt es nur einen Weg", sagte Safron gegenüber der APA.

Vorigen Herbst hat der KAC einen ähnlich schlechten Saisonstart hingelegt, damals hatten die Funktionäre ein besseres Nervengerüst, die einvernehmliche Trennung mit dem schwedischen Trainer Mats Waltin wurde am 31. Oktober nach 15. Runden (Siebenerliga) ausgesprochen. Die Bilanz des KAC damals: Tabellenletzter mit 9 Punkten, in 13 Spielen hatte es nur zu 4 Siegen gereicht. Der Austrokanadier Manny Viveiros hatte mit Co-Trainer Peter Rozman interimsmäßig das Training und Coaching übernommen, ehe am 4. November Primeau vorgestellt wurde. (apa/red)