Nach Olympia ist vor dem Weltcup:
Keine Atempause für die Helden von Turin

Raich feiert 28. Geburtstag bereits in Südkorea Schlechtwetterpause für Dorfmeister & ÖSV-Damen

Nach Olympia ist vor dem Weltcup. Österreichs Olympia-Helden, allen voran die vier Doppelolympiasieger Michaela Dorfmeister, Benjamin Raich, Felix Gottwald und Thomas Morgenstern, blickten am Tag nach der Schlussfeier der Turiner Winterspiele schon wieder nach vorne. Am intensivsten Raich, der nur einen Tag nach seiner von einem Empfang im Pitztal begleiteten Heimkunft schon wieder im Flugzeug nach Südkorea saß. Seinen 28. Geburtstag verbringt der Tiroler bereits in Yongpyong, wo zwei Riesentorläufe auf dem Programm stehen.

Der Tiroler will nichts tun, was den erstmaligen Sieg im Gesamtweltcup gefährden kann. "Das war schon so ausgemacht noch bevor es in Turin die ersten Medaillen gegeben hat. Benni ist ganz heiß auf die große Kugel, deshalb ist ihm eine gute Zeitumstellung wichtig", erklärte ÖSV-Herrenchef Toni Giger, warum Raich zusammen mit den Fahrern der Weltcup-Gruppe 3 bereits von Frankfurt nach Seoul flog. Nicht dabei in Asien ist Andreas Schifferer, er wird durch Dominik Gschwenter ersetzt.

Obwohl Bode Miller auf den Asien-Trip verzichtet, nimmt Raich das im Vorjahr so knapp entglittene Ziel Gesamt-Weltcup überaus ernst. "Beim Weltcupfinale hoffe ich, die große Kugel nach Hause zu bringen. Dann gibt es eine große Feier", versprach er. Zumindest eine kleine Geburtstags-Feier wird es aber natürlich in Korea geben.

Schlechtwetterpause für Dorfmeister & ÖSV-Damen
Dem schlechten Wetter zu verdanken hatten Dorfmeister und Co eine kurze Verschnaufpause. Wegen der Schneefälle fiel das geplante Training auf der Reiteralm aus. "Natürlich wäre ein Training gut gewesen, andererseits war die Pause ohnehin notwendig", sagte Damenchef Herbert Mandl.

In Hafjell stehen bei den Damen ein Super G, ein Riesentorlauf und eine Superkombi in der Variante Super G/Slalom auf dem Programm. Damenchef Mandl ist nach dem gewaltigen Erfolg in Turin überzeugt, das bei seinen Mädchen die Luft noch lange nicht draußen ist. Dorfmeister kann sich im Duell mit Alexandra Meissnitzer in Norwegen nach dem Abfahrts- auch den Super-G-Weltcup sichern, das sollte Motivation genug sein. Renate Götschl wird aber wie in Italien bereits angekündigt die Saison vorzeitig beenden.

Nordische springen und laufen in Lahti
Nicht viel Zeit zum Entspannen haben auch die beiden nordischen Olympiastars des ÖSV. Am Dienstag statten Felix Gottwald und Thomas Morgenstern der Bundeshauptstadt Wien zwecks Autogrammstunden einen Kurzbesuch ab, schon am Wochenende geht es aber in Lahti mit Bewerben in der Kombi und im Springen weiter.

Morgenstern will im Weltcup noch Dritter werden und mit der Springer-Mannschaft eventuell sogar noch im Nationencup ganz vorne landen. Mit Freude blickt man schon zum Finale nach Planica, wo der Weltrekord fallen soll. Bei den Kombinierern ist die große Kugel bereits an den elffachen Saisonsieger Hannu Manninen aus Finnland vergeben, Spitzenplätze in der Endwertung sind für Gottwald, Mario Stecher und Christoph Bieler aber noch drin. Nach dem Finale in Sapporo geht es mit einem Round-the-World-Ticket nach Hawaii auf Urlaub.

(apa/red)