Nach NEWS-Kommentar: Ministerium
stellt Justizwachebeamten außer Dienst

Betreffender stellte Nazi-Postings auf Facebook "Kanaken und Neger sollten froh sein, sonst..."

Nach NEWS-Kommentar: Ministerium
stellt Justizwachebeamten außer Dienst

Aufgrund eines hat das Justizministerium einen Bediensteten der Justizanstalt Krems-Stein aus dem Dienst entlassen. Kuch hatte in dem Kommentar mit dem Titel "Brauner Wortmüll" aus zweifelhaften Facebook-Postings des Betreffenden, der das Bundesministerium für Justiz als seinen Arbeitgeber angab, zitiert. Das Ministerium hat nach umgehender Untersuchung des Falls nun dienstrechtliche Konsequenzen gezogen.

Unter anderem mokierte sich der Betreffende auf dem Online-Netzwerk über "Kanaken" und "Neger", die "froh" sein sollten, dass sich "die Zeiten in den letzten 60 Jahren geändert haben, sonst...", wie Kurt Kuch in seinem Kommentar berichtet. Außerdem präsentiert sich Marcus K. auf seinem Profilfoto mit einem "echten SS-Helm", wie er auf seiner "Pinnwand" stolz erzählt.

Das Justizministerium hat nach Bekanntwerden der radikalen Umtriebe ihres Mitarbeiters nun dienstrechtliche Konsequenzen gezogen: "Der Betreffende wird mit dem heutigen Tag aus dem Justizwachedienst ausscheiden", heißt es im Büro von Ministerin Claudia Bandion-Ortner auf Nachfrage von NEWS.at. Außerdem wird der Fall bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

Vom Bundesheer zugeteilt
Seitens des Justizministeriums betonte man, dass der Mann "nicht ursächlich ein Justizbediensteter" sei. Vielmehr sei er bei der Justizwache vom Bundesheer dienstzugeteilt gewesen und "die Dienstzuteilung wurde beendet", so ein Sprecher. Bei dem Beamten handelt es sich um einen jener ursprünglich 100 Bundesheer-Mitarbeiter, die seit Ende 2004 bei der damals in Personalnäten steckenden Justizwache ausgeholfen haben.

(red/apa)