Nach Messerattacke strengere Asylpolitik: Salzburg will Asylwerber an Bund abgeben

Abschiebung der Werber in die Bundesbetreuung Burgstaller und Haslauer arbeiten Vorschlag aus

Nach Messerattacke strengere Asylpolitik: Salzburg will Asylwerber an Bund abgeben © Bild: APA/Schlager

Die Salzburger Landesregierung will in Zukunft das Asylrecht in Salzburg verschärfen. Die Verantwortung für straffällige Asylwerber soll verstärkt an den Bund abgegeben werden. "Kriminelle oder vorbestrafte Asylwerber sollen wieder in die Bundesbetreuung übergeben werden", sagten LH Gabi Burgstaller und LHStv. Wilfried Haslauer nach der Sitzung der Landesregierung. Beide unterstrichen aber, dass jeder Asylwerber in Salzburg willkommen sei.

Straffällige Asylwerber sollen aus Salzburg in das Flüchtlingslager nach Traiskirchen in Niederösterreich abgeschoben. Ein dementsprechender Vorschlag werde nun dem Bund unterbreitet. "Die Abschiebung soll auch schon im Stadium der Voruntersuchung einer kriminellen Handlung greifen", sagte Haslauer. Steht ein Asylsuchender im Verdacht, eine kriminelle Handlung begangen zu haben, könnte er schon nach Niederösterreich abgeschoben werden.

Null-Toleranz-Politik
Die neue Null-Toleranz-Politik der Koalitionspartner dürfte eine Reaktion auf die Messerstecherei im Lungauer Ort Ramingstein sein, wo vier Asylwerber zu Ostern ein einheimisches Brüderpaar schwer verletzten. Die Landesregierung will mit diesen Maßnahmen den Salzburger Gemeinden eine zusätzliche Belastung durch kriminell gewordene Asylsuchende in Zukunft abnehmen.

Im Bundesland Salzburg befinden sich derzeit 1.313 Personen, die um Asyl angesucht haben, in Quartieren. Wie viele davon betroffen sein könnten, lasse sich noch nicht sagen, so die Regierungsmitglieder.

(apa/red)