Nach vier abgewehrten Matchbällen: Koubek
bei BA-CA-Trophy doch ausgeschieden

Im Achtelfinale war gegen Feliciano Lopez Schluss Spanier im Viertelfinale gegen Schweizer Wawrinka

Nach vier abgewehrten Matchbällen: Koubek
bei BA-CA-Trophy doch ausgeschieden

Der 30-jährige Stefan Koubek hat sein fünftes Viertelfinale bei der BA-CA-Trophy in der Wiener Stadthalle verpasst. Der Kärntner verlor gegen den spanischen 2004-Sieger Feliciano Lopez nach 2:06 Stunden 4:6,6:3,4:6, nachdem er vier Matchbälle abgewehrt hatte. Lopez erhöhte damit im Head-to-Head mit dem ÖTV-Davis-Cupper auf 4:2, trifft nun am Freitag im Viertelfinale auf den Schweizer Stanislas Wawrinka.

Koubek startete im heuer zweiten Duell mit Lopez (Dreisatz-Sieg in Zagreb) denkbar schlecht, indem er im ersten Game sein Service abgab. Dieses Manko machte der Villacher nicht mehr wett, blieb im ersten Durchgang ohne Breakchance. Im zweiten Satz agierte der Lokalmatador aber aggressiver, machte weniger Fehler auch von der Grundlinie und stellte mit einem Break zum 2:0 die Weichen zum Satzausgleich.

Eine vorerst starke Service-Leistung im Entscheidungssatz brachte Koubek problemlos bis zum 4:4 und Lopez keine Breakmöglichkeit. Doch just bei 4:5 verließ den Österreicher die Präzision, sein Gegner holte sich als Rückschläger drei Breakbälle. Koubek wehrte sie alle ab, und auch noch einen vierten, doch seine fünfte Chance ließ sich der Iberer nicht entgehen. Der 26-Jährige zog auch bei seinem vierten Wien-Antreten unter die letzten Acht ein.

"Schlecht angefangen und schlecht aufgehört", zog Koubek nach seinem neunten in Wien gespielten Turnier ein prägnantes Resümee. "Zwischen dem ersten und letzten Game bin ich der bessere Spieler gewesen." Besonders ärgerte den Sieger dreier ATP-Turniere das am Ende erhaltene Break, nachdem er selbst zu Beginn von Satz drei zwei Chancen ausgelassen hatte. "Wenn man schon von 0:40 zurückkommt, sollte man das Game auch gewinnen."

Entmutigen ließ sich Koubek von der Niederlage nicht, auch wenn er nach seiner Disqualifikation in Metz nun zum zweiten Mal en suite im Achtelfinale scheiterte. "Ich bin ja gut drauf, kann mich auf mein Spiel verlassen. Von mir aus könnte es noch Monate gehen." Tatsächlich stehen für Koubek vor dem Saisonende aber nur noch die ATP-Tour-Events in Madrid und Basel sowie in der Woche ab 5. November ein Challenger in Preßburg auf seinem Programm.

Vor der Koubek-Partie war Wawrinka gegen den ehemaligen Masters-Cup-Sieger David Nalbandian nach Satzrückstand eindrucksvoll zurückgekommen und gewann das dritte Aufeinandertreffen mit dem Argentinier in Folge. Wawrinka stand bei den US Open immerhin im Achtelfinale und liegt im ATP-Ranking auf Position 41. Schon im Vorjahr stand der nun 22-Jährige im Wien-Viertelfinale, in dem er dem späteren Sieger Ivan Ljubicic (CRO) unterlag.

(apa/red)