Nach Massaker in den USA: Die Erklärung der Familie des Amokläufers im Wortlaut

'Waren immer eine enge, friedliche & liebende Familie'

Die Schwester des des Amokläufers von Blacksburg hat im Namen der Familie eine Erklärung abgegeben. Sie wurde vom Anwalt der Familie an die Associated Press (AP) weitergegeben. Cho Sun-kyung schreibt darin gemäß einer Übersetzung der Nachrichtenagentur:

"Im Namen unserer Familie: Wir bedauern zutiefst die Verwüstung, die mein Bruder angerichtet hat. Keine Worte können unsere Betroffenheit darüber ausdrücken, dass 32 unschuldige Menschen ihre Leben in dieser Woche in einer solch schrecklichen und sinnlosen Tragödie verloren haben.

Wir sind untröstlich. Wir trauern mit den Familien, der Virginia-Tech-Gemeinschaft, unserem Staat Virginia und dem Rest der Nation. Und der Welt.

Jeden Tag seit dem 16. April beten mein Vater, meine Mutter und ich für die Studenten Ross Abdallah Alameddine, Brian Roy Bluhm, Ryan Christopher Clark, Austin Michelle Cloyd, Matthew Gregory Gwaltney, Caitlin Millar Hammaren, Jeremy Michael Herbstritt, Rachael Elizabeth Hill, Emily Jane Hilscher, Jarrett Lee Lane, Matthew Joseph La Porte, Henry J. Lee, Partahi Mamora Halomoan Lumbantoruan, Lauren Ashley McCain, Daniel Patrick O'Neil, J. Ortiz-Ortiz, Minal Hiralal Panchal, Daniel Alejandro Perez, Erin Nicole Peterson, Michael Steven Pohle Jr., Julia Kathleen Pryde, Mary Karen Read, Reema Joseph Samaha, Waleed Mohamed Shaalan, Leslie Geraldine Sherman, Maxine Shelly Turner, Nicole White, Dozent Christopher James Bishop und die Professoren Jocelyne Couture-Nowak, Kevin Granata, Liviu Librescu und G.V. Loganathan.

Wir beten für ihre Familien und Freunde, die so viel quälenden Schmerz erfahren. Und wir beten für jene, die verletzt wurden und für die, deren Leben für immer verändert wurden von dem, was sie erlebten und durchmachten.

Alle hatten so viel Liebe, Talent und Gaben zu geben, und ihr Leben wurde durch eine furchtbare und sinnlose Tat beendet.

Wir werden demütig in dieser Dunkelheit. Wir fühlen uns hoffnungslos, hilflos und verloren. Das ist jemand, mit dem ich aufwuchs und den ich liebte. Jetzt fühle ich mich so, als ob ich diese Person nie gekannt habe.

Wir waren immer eine enge, friedliche und liebende Familie. Mein Bruder war ruhig und zurückhaltend, kämpfte darum, sich einzupassen. Wir konnten uns niemals vorstellen, dass er zu so viel Gewalt fähig ist.

Er hat die Welt zum Weinen gebracht. Wir erleben einen Albtraum. Es gibt viel gerechtfertigten Zorn und Unglauben über das, was mein Bruder getan hat, und viele Fragen sind noch nicht beantwortet. Unsere Familie wird weiterhin voll kooperieren und den Behörden helfen zu verstehen, warum diese sinnlosen Taten passierten. Auch wir haben viele unbeantwortete Fragen.

Unsere Familie bedauert zutiefst die entsetzlichen Taten meines Bruders. Es ist eine schreckliche Tragödie für uns alle."

(apa/red)