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Nach Leichenfund im Waldviertel: 46-Jähriger in Haft

Verdächtiger zum Tatzeitpunkt 2009 vermutlich in psychischem Ausnahmezustand

Nach dem Fund einer in einem Schlafsack verpackten Leiche im Waldviertel Ende Oktober ist ein Verdächtiger in Haft. Es handelt sich nach Angaben von Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion NÖ um einen 46-Jährigen.

Der Festgenommene dürfte sich zum Tatzeitpunkt im Jahr 2009 in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft Krems werde ein Gutachten einholen.

Der "Kurier" berichtete am Donnerstag, dass das Opfer, ein Mann, erschossen worden sein dürfte. Bei der Obduktion sei ein Schusskanal im Brustbereich festgestellt worden. Ein Waldarbeiter hatte den stark verwesten Toten bei Puch im Bezirk Waidhofen an der Thaya entdeckt.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Polizeiangaben um einen damals 42-jährigen Wiener. Der Mann wurde anhand eines in Fragmenten erhalten gebliebenen Reisepasses und einer Einkaufskarte sowie eines übereinstimmenden medizinischen Befunds zu einem Knochenbruch identifiziert. Die Tat wurde bereits 2008 verübt, korrigierten die Ermittler.

Bei den Ermittlungen hatte sich ergeben, dass in der Nachbarwohnung des Mannes ein 46-jähriger Wiener und dessen Lebensgefährtin aufrecht gemeldet waren. Der persönliche Bezug des Paares zur Nähe des Auffindungsortes der Leiche Ende Oktober in Puch (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) und ein aufrechtes Waffenverbot gegen den späteren Beschuldigten erhärteten laut den Kriminalisten den dringenden Tatverdacht.

Der 46-Jährige wurde am Mittwoch in Wien festgenommen. Er gab nach Polizeiangaben zu, den 42-Jährigen in einer Gemütsverfassung getötet zu haben. Tatwaffe sei ein damals legal besessener Revolver gewesen. Er habe das Verbrechen allein verübt und ebenso die Leiche selbst im Wald versteckt.

Laut Polizei ist der Beschuldigte, der in die Justizanstalt Krems eingeliefert wurde, seit 2009 aufgrund diagnostizierter paranoider Psychose in psychiatrischer Behandlung und in laufender Medikation. Ein psychiatrisches Gutachten über den Zustand des Beschuldigten zum Tatzeitpunkt wurde seitens der Staatsanwaltschaft Krems beauftragt.

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