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Nach Italien-Wahl - Di Maio bekräftigt Regierungsambitionen

"Sind keine regionale Partei wie die Lega"

Luigi Di Maio, Premierkandidat der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung in Italien, die als stärkste Einzelpartei aus der Parlamentswahl vom Sonntag hervorgegangen ist, bekräftigt seine Regierungsambitionen. "Wir sind keine regionale Partei wie die Lega, sondern eine gesamtnationale politische Kraft und regieren", sagte Di Maio im Gespräch mit Journalisten am Dienstagabend.

Alle Parteien seien in punkto Regierungsbildung zu Verhandlungen mit der Fünf-Sterne-Bewegung gezwungen, so Di Maio. Er signalisierte Dialogbereitschaft hinsichtlich einiger Programmpunkte, darunter Familienpolitik, der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und Maßnahmen für Pensionisten.

Bewegungsgründer Beppe Grillo hob den postideologischen Charakter seiner politischen Kraft hervor. "Diejenige überleben, die sich besser anpassen können. Wir sind ein wenig rechts, ein wenig links und ein wenig zentrumsorientiert. Wir können uns anpassen", sagte Grillo. Er gab somit zu verstehen, dass die Fünf-Sterne-Bewegung zu Gesprächen mit allen Parteien offen sei.

Die Fünf-Sterne-Bewegung hatte am Sonntag 32 Prozent der Stimmen bekommen. Die Mitte-Rechts-Allianz mit der Lega wurde aber stärkstes Parteienbündnis.

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