Nach dramatischem Hochwasser in den USA:
Langsam leichte Entspannung der Lage

200.000 Menschen flüchteten vor Wassermassen Mindestens 100 Millionen Dollar Schaden in New York

Nach den Rekordregenfällen an der Ostküste der USA hat sich die Lage leicht entspannt. Die ersten von 200.000 vor den Wassermassen geflüchteten Einwohner in Nordost-Pennsylvania kehrten in ihre Häuser zurück. Die Behörden hatten in der Umgebung von Wilkes-Barre Evakuierungen angeordnet, weil der Susquehanna-Fluss über die Ufer getreten war. Meteorologen sagten weitere Regenfälle bis zum Wochenende voraus.

Der Gouverneur von Pennsylvania, Ed Rendell, verglich die Lage mit den Folgen des verheerenden Hurrikans "Katrina" im vergangenen Jahr. "Wir hatten Katrina-ähnliche Situationen, mit Menschen, die auf ihren Hausdächern festsaßen", sagte er im US-Fernsehen. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben. Darunter waren zwei Lastwagenfahrer, die auf der Autobahn 88 bei Sidney mit ihren Trucks in einen reißenden Bach stürzten, der den Asphalt auf sechs Spuren weggerissen hatte. Am Susquehanna stieg das Wasser nach Angaben des Gouverneurs am Donnerstag nicht mehr.

Die heftigen Regenfälle hatten weite Teile der Bundesstaaten Pennsylvania, Delaware, New York, New Jersey und Maryland unter Wasser gesetzt. Zehntausende Häuser standen teils bis zur Dachkante unter Wasser. Zehntausende Haushalte waren ohne Strom. "Der Schaden ist überhaupt noch nicht abzusehen", sagte Rendell. In Binghampton in Bundesstaat New York stand das Wasser in einigen Bezirken noch hüfthoch in den Straßen. Gouverneur George Pataki schätzte den Schaden hier auf mindestens 100 Millionen Dollar.

(apa/red)