Nach Flugzeug-Crash in Zell: Arbeiten am Unglücksort werden heute abgeschlossen

Skipiste wieder freigeben und Flugverbot aufgehoben<br>Obduktion: Identifizierung der Toten schwierig PLUS: Alle <b>BILDER</b> der Tragödie und VIDEO!

Nach Flugzeug-Crash in Zell: Arbeiten am Unglücksort werden heute abgeschlossen

Nach dem Flugzeugzusammenstoß über Zell am See mit acht Toten vom Montag dürften die Arbeiten am Unglücksort oberhalb der Schoberalm auf der Schmittenhöhe heute abgeschlossen werden. Die Ermittlung deuten weiterhin auf menschliches Versagen als Unglücksursache hin, die Piloten des Hubschraubers und des Sportfliegers dürften einander vor dem Crash in der Luft nicht gesehen haben.

Bis auf den größten Teil des Hubschraubers mit der Kanzel und dem Motor waren bereits am Dienstagabend alle Wrackteile eingesammelt. Zum Abtransport des letzten Helikopterteiles wurde ein Lastenhubschrauber aus der Schweiz angefordert.

Heute wurde damit begonnen, die Wrackteile zuzuordnen und aufzulegen, "damit wir eine genaues Bild bekommen", erklärte der Leiter der Flugunfall-Untersuchungsstelle, Günther Raicher. Danach werde die genaue Art des Zusammenstoßes rekonstruiert. Außerdem werde man untersuchen, ob der Voice-Recorder noch auswertbar sei.

Bei der Frage der Unglücksursache deutet weiterhin vieles auf menschliches Versagen hin. "Die Piloten haben sich nicht gesehen, denn sonst wären die Flugzeuge nicht zusammengestoßen", sagte einer der Ermittler der APA.

Die Obduktion der Leichen wird voraussichtlich ebenfalls heute abgeschlossen, erklärte das Landeskriminalamt. Bis die Todesursache der beiden Piloten geklärt ist, werde es aber noch länger dauern. Derzeit wird nämlich nicht ausgeschlossen, dass einer der beiden Piloten kurz dem dem Zusammenprall einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Ein Leichtflugzeug vom aus Osttirol und der Lastenhubschrauber waren am Montag in einer Seehöhe von rund 1.200 Metern zusammengeprallt. Der Pilot des Sportfliegers, ein Osttiroler, sowie alle sieben Insassen des Hubschraubers - fünf Schweizer, ein Deutscher und ein Franzose - wurden getötet.
(apa/red)