Nach Explosion in steirischem Ferienhaus:
Laut Polizei war es "menschliches Versagen"

Kriminalisten kennen bereits den genauen Fehler 2 Tote, 6 Verletzte bei Hauseinsturz. Plus: <b>BILDER!</b>

Nach Explosion in steirischem Ferienhaus:
Laut Polizei war es "menschliches Versagen"

"Wir wissen schon viel, müssen aber aus kriminaltaktischen Gründen noch mit der Bekanntgabe von Ergebnissen zuwarten", hieß es vom Chefermittler, des Landeskriminalamtes, Günter Peterka zum Stand der Ursachensuche nach der Explosion in einem Ferienhaus in der Obersteiermark. Laut Kriminalisten wisse man, dass ein Fehler passiert sei und auch schon, wer ihn begangen haben dürfte: "Es war menschliches Versagen".

Bereits nach den ersten Untersuchungen am Unglücksort in Pruggern hatte sich herausgestellt, dass die Ursache für die verheerende Explosion nicht am Ofen selbst, sondern am Wärmetausch- bzw. Heizungssystem gelegen sein dürfte. Unmittelbarer Auslöser war ein Bedienungsfehler durch die Wanderurlauber: Sie hatten, in der fatalen Irrmeinung, auf diese Weise nur das Wohnzimmer temperieren zu können, die Absperrhähne vom im Kachelofen integrierten Wasserbehälter zur Zentralheizung geschlossen. Damit war es in dem Behälter zu einer dramatischen Überdruckbildung gekommen.

Klar war aber auch, dass der Bedienungsfehler nicht diese Auswirkungen haben hätte dürfen. Offenbar waren die technischen Sicherungsvorkehrungen durch Montage- oder Wartungsfehler nicht in ausreichendem Maße gegeben gewesen. Dem entsprechend wurden neben jenen verletzten Opfern, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes einvernommen werden konnten, auch der Hausbesitzer und der Installateur der Anlage intensiv befragt. Von diesen Ergebnissen werde auch der Bericht an die Staatsanwaltschaft abhängen, hieß es.

21-Jähriger noch in Lebensgefahr
Keine Veränderung gab es über den Zustand des lebensgefährlich verletzte 21-jährigen Wieners zu berichten, der im Krankenhaus Schwarzach intensivmedizinisch betreut wird: "Der Zustand ist nach wie vor kritisch. Er hängt noch an den Maschinen. Den Ausgang wissen wir leider auch nicht", erklärte ein Sprecher des Krankenhauses. Die Mutter des Schwerstverletzten befindet sich übrigens noch im Ausland - sie wird erst für die nächsten Stunden bzw. Tage zurück erwartet. (apa/red)