Nach ersten Exit Polls: Aktien-Verluste von Berlusconis Mediengesellschaft Mediaset

Minus 1,74 Prozent an der Mailänder Börse Mailänder Börse feiert Berlusconis Wahlniederlage

Die Aktien der Mailänder Mediengesellschaft Mediaset unter Kontrolle des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi haben am Montag deutliche Verluste gemeldet. Kurz nach Veröffentlichung der Exit Polls, aus denen die Niederlage des Regierungschefs und seines Mitte-Rechts-Blocks hervorging, sanken die Aktienkurse Mediasets um 1,74 Prozent auf 9,69 Euro. Bereits am Vormittag hatten sie Verluste verzeichnet.

Mediaset konnte während der fünfjährigen Amtszeit Berlusconis stark wachsen. Der italienische Medienkonzern hatte 2005 seinen Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Die Umsätze stiegen um 7,5 Prozent auf 3,68 Mrd. Euro. Der Gewinn wuchs um 9,8 Prozent auf 603,4 Mio. Euro.

Besser als für Mediaset sieht es am Wahltag für die Staatsfinanzen aus. Die Bewertung der Verbindlichkeiten Italiens wird sich laut der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) nach der Wahl nicht ändern.

Mailänder Börse feiert Berlusconis Wahlniederlage
Die Mailänder Börse hat die Niederlage gefeiert, die sich laut Exit Polls für Berlusconi anbahnt. Um 16.30 Uhr meldete die Mailänder Börse die besten Resultate in Europa. Der Index Mibtel meldete ein Plus 0,98 Prozent, der Midex ein Plus von 0,12 Prozent.

Börsianer betonten, dass die Investoren ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Parlamentswahlen befürchtet hatten, was zu Stabilitätsproblemen in Italien geführt hätte. Aus den Exit Polls geht jedoch Oppositionschef Romano Prodi als klarer Sieger des Urnengangs hervor.

(apa/red)