Nach Doping nun auch Terror: Explosion
an der Tour-de-France-Strecke in Spanien!

Anrufer hatte Anschlag angedroht: ETA-Aktion? Keine Verletzten bei Detonation. Rennen fortgesetzt

Mutmaßliche ETA-Terroristen haben zwei kleine Sprengsätze an der Strecke der Tour de France gezündet. Die Explosionen ereigneten sich in der nordspanischen Ortschaft Belagua, durch die die 16. Etappe der Rundfahrt führte, wie die Sicherheitskräfte in Madrid mitteilten. Bei dem Anschlag habe es weder Verletzte noch Sachschaden gegeben.

Es habe sich um sehr schwache Sprengkörper gehandelt. Sie seien mehrere Meter von der Strecke entfernt explodiert, als die Radfahrer den Ort noch nicht erreicht hatten. Ein anonymer Anrufer hatte zuvor im Namen der baskischen Untergrundorganisation vor dem Sprengsatz gewarnt.

Stunden vor dem Anschlag war nahe Bayonne in Südfrankreich ein mutmaßlicher ETA-Terrorist gefasst worden. Er befand sich seit mehr als zwei Jahren auf der Flucht, wie das Innenministerium in Madrid mitteilte. Der 37-Jährige sei bei dem Versuch ertappt worden, ein Auto zu stehlen. Seit dem Ende der ETA-Waffenruhe vor sieben Wochen sind damit bereits 15 mutmaßliche Terroristen der Organisation gefasst worden.

Drohungen der ETA gegen die Tour de France hat es immer wieder gegeben. 1992, als die erste Etappe durch San Sebastián im spanischen Baskenland führte, hatten die Terroristen wenige Tage vorher an der Strecke eine Bombe gelegt. Sie konnte von der Polizei entschärft werden. Die Spanien-Rundfahrt führt schon seit Jahrzehnten nicht mehr durch das Baskenland, obwohl es dort sehr viele Radsport-Fans gibt.

(apa/red)