Nach Discobrand in Hollabrunn: Zigarette als Auslöser für Flammen - Brandstiftung?

Glimmstängel war in Müllbehälter geworfen worden

Eine brennende Zigarette hat am Sonntag den Brand in einer Discothek in der Stadtgemeinde Hollabrunn ausgelöst. Dies teilte Chefinspektor Rudolf Scheidl, Leiter der Brandgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ), der APA mit. Brandstiftung sei nicht auszuschließen, fügte Scheidl hinzu.

Der Glimmstängel war in einem Müllbehälter bei einer der drei Bars in dem Lokal weggeworfen worden. Von dort breiteten sich die Flammen auf die gesamte Discothek "Hollawood" aus. Dort herrschte nach dem Brand "Totalschaden", sagte Scheidl. Ob die Zigarette absichtlich oder versehentlich brennend entsorgt worden war, stand vorerst nicht fest. Auffällig sei allerdings, so Scheidl, dass die Discothek einen Tag vor dem Brand in einer österreichischen Tageszeitung zum Verkauf stand.

Die Schadenssumme beläuft sich auf etwa eine Million Euro. Die Flammen waren am Sonntag gegen 7.00 Uhr ausgebrochen, verletzt wurde niemand. 81 Mitglieder sechs Freiwilliger Feuerwehren standen bei den Löscharbeiten im Einsatz. Ein Übergreifen der Flammen auf ein Nachbarobjekt, das RIZ Hollabrunn, konnte verhindert werden. Das Gebäude erlitt auf Grund der starken Hitze allerdings Schäden an der Fassade, sagte der Hollabrunner Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Firmkranz. (apa)