Nach technischen Defekten in Serie: Klien
hofft auf ein "problemfreies Wochenende"!

Druck auf gesamtes Red-Bull-Racing-Team wächst Für Austro-Piloten Top 10-Startplatz in Spanien Pflicht

Christian Klien ist in der laufenden Formel-1-Saison bis dato nicht vom Glück verfolgt gewesen. Der 23-jährige Vorarlberger war beim Auftaktrennen in Bahrain als Achter in die WM-Punkte gefahren, danach aber viermal in Serie wegen technischer Defekte ausgefallen. Beim Grand Prix von Spanien hofft der Red-Bull-Racing-Pilot "endlich wieder auf ein problemfreies Wochenende. Dann sollten auch Punkte möglich sein." Heute erfolgt der Auftakt zum Renn-Weekend mit den ersten freien Trainings.

Die Grundschnelligkeit hatte dem RB2-Boliden schon in den ersten Saisonrennen nicht gefehlt, das Ziel hatten Klien und sein schottischer Stallrivale David Coulthard aber höchst selten gesehen. "Es waren so viele technische Probleme am Auto, die einfach nicht sein dürfen", erklärte der Österreicher. Zuletzt am Nürburgring hatte Klien eine gebrochene Antriebswelle einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Das war ein neues Teil, das wir wieder ausgetauscht haben."

Die fehlende Standfestigkeit führt Klien auf fehlende Testkilometer im Winter zurück: "Wir haben dabei rund ein Monat verloren. Das ist sehr schwer aufzuholen, aber vielleicht sind wir bis Saisonmitte schon wieder soweit, dass wir regelmäßig in die Punkte fahren können." Das erhofft sich der Hohenemser bereits für das Rennen am "Circuit de Catalunya", den er von ausgiebigen Testfahrten ebenso gut kennt wie die meisten seiner Konkurrenten.

Ein Startplatz unter den besten Zehn sei dafür wahrscheinlich Pflicht. "Wir müssen in den Top 10 sein", forderte Klien. Bei den vergangenen beiden Europa-Grand-Prix in Imola und in der Eifel hatte der Vorarlberger aber sogar jeweils die zweite Qualifikationsrunde verpasst. "Auch wenn wir keine Zeit für Verbesserungen gehabt haben, wir sind vom Speed her wieder besser dabei", meinte der Österreicher, der ebenso wie Coulthard einen neuen, leistungsstärkeren Ferrari-Motor erhält.

Zuletzt war Red Bull Racing allerdings von Problemen mit dem Unterboden und in weiterer Folge der Bremsbalance, der Elektronik, der Hydraulik und eben der neuen Antriebswelle gebremst worden. Daher wächst langsam der Druck auf das Team - laut Red Bulls Motorsport-Konsulenten Helmut Marko auch von Seiten von Teambesitzer Dietrich Mateschitz. "Es ist schon mehr Druck auf uns und dem Team", bemerkte Klien. "Wir brauchen irgendwann dringend Resultate." Am Besten schon am Wochenende in Katalonien.
(apa/red)