Nach Coming Out von

Jason Collins absolviert
erstes Spiel: Fans toben

NBA-Geschichte geschrieben: Offen schwuler Spieler kam zum Einsatz

Als erster offen Homosexueller ist Jason Collins in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA zum Einsatz gekommen. Mit seinem "Coming Out" hat er einen vielleicht entscheidenden Durchbruch für homosexuelle Spieler im amerikanischen Sport geschafft.

"Ich bin ein 34-jähriger NBA-Center, ich bin schwarz und ich bin schwul", erklärte Collins im April 2013 auf der Homepage der US-Zeitschrift "Sports Illustrated". Es sei eine Riesenanstrengung gewesen, dieses Geheimnis zu wahren. Collins war der erste aktive Spieler einer der großen US-Profiligen, der diesen Schritt gemacht hat.

"Ich hatte nicht vor, der erste schwule Sportler in einem großen US-Teamsport zu sein. Aber nun, da ich es bin, bin ich glücklich dieses Gespräch zu führen", sagte Collins. "Ich habe mir nicht gewünscht, das Kind in der Klasse zu sein, das die Hand hebt und sagt: 'Ich bin anders'. Aber niemand hat es sonst getan, deshalb liegt es an mir, die Hand zu heben."

Reaktionen auf sein Coming Out

Kobe Bryant, LeBron James und Steve Nash gratulierten umgehend, US-Präsident Barack Obama griff noch an jenem Montag zum Telefonhörer und sagte Collins persönlich, wie stolz er auf ihn sei. "Dies ist ein weiteres Zeichen, dass wir Leute fair behandeln, sie nach ihrem Charakter und ihren Leistungen beurteilen und nicht nach ihrer sexuellen Orientierung", betonte Obama.

Langes Warten auf den neuen Vertrag

Nach dem Outing musste er 10 Monate auf eine neue Verpflichtung warten. Nun hat er einen Zehn-Tages-Vertrag bei den Brooklyn Nets in der NBA unterschrieben - und war auch bereits im Einsatz. "Es war eine Basketball-Entscheidung", sagte General Manager Billy King. "Wir mussten die Tiefe unseres Kaders unter dem Korb erhöhen." Collins war vergangene Saison bei den Washington Wizards aktiv.

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