Nach Bawag-Skandal: SPÖ sagt schwarz-oranger "Sackgassen"-Politik den Kampf an

Darabos: Kampagne hat mit Bawag nichts zu tun "Schüssels traurige Bilanz": Pensionen, Jobs, Pisa etc.

Nach den Turbulenzen rund um BAWAG-ÖGB und den entsprechenden Angriffen der ÖVP geht die SPÖ in die Offensive. Die beiden Bundesgeschäftsführer Bures und Darabos präsentierten die "schwarz-orange Sackgasse", aus der die Sozialdemokratie Österreich führen wolle. Mit dem Bank-Skandal, der die SPÖ zuletzt in Bedrängnis gebracht hatte, hat die Kampagne laut Darabos aber nichts zu tun.

Das Logo der "Themen-Kampagne" ist ein schwarz-oranges Sackgassen-Schild, das auf Sticker, Buttons, Flyer und Plakaten unter das Volk gebracht wird. Unter "Schüssels traurige Bilanz" angeprangert werden dort Pensionsverluste, Jugendarbeitslosigkeit, PISA-Debakel, Zwei-Klassen- Medizin und vieles mehr.

BAWAG kein Thema
Die Offensive sei "ohne andere Einflüsse" konzipiert, also abseits des BAWAG-Debakels, meinte Darabos. Die Menschen würden sich weniger um die BAWAG, sondern viel mehr um Gesundheits-, Sozial-, Bildungs- und Jobfragen sorgen. Dies habe die SPÖ bei der Startklar-Tour des Parteivorsitzenden Gusenbauer festgestellt, erklärten Bures und Darabos.

SPÖ: Mehr Armut, weniger Jobs
Die "verfehlte schwarz-bunte Politik" von Kanzler Schüssel habe das Land in eine Sackgasse geführt: Die Pensionen würden immer weniger wert, es gebe um 170.000 mehr akut arme Menschen und um 25.000 mehr junge Leute auf Jobsuche. Das "bewährte Modell der Solidarität" sei gegen eine "Zwei-Klassen-Medizin" getauscht worden. Die Sackgassen-Kampagne soll drei Wochen dauern und koste knapp 250.000 Euro, so Bures.
(APA)