Nach Ausschreitungen in Griechenland:
Auch Fußballspiele wurden nun abgesagt

Todesopfer bei Unruhen vor Damen-Volleyballspiel

Nach dem gewaltsamen Tod eines Fans vor einem Damen-Volleyballspiel sind am Freitag in Griechenland die Spieltage aller Mannschafts-Sportarten für die kommenden zwei Wochen bis 13. April abgesagt worden. Dies beschloss der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis nach einer Dringlichkeitssitzung der zuständigen Minister seiner Regierung. "Die Gewalt im Sport trifft die gesamte Gesellschaft", sagte der griechische Regierungssprecher Theodoros Roussopoulos.

Am Vortag war bei Schlägereien von Hooligans der beiden populärsten Sportvereine Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen ein Mensch gestorben. Die Absage betrifft auch die Fußball-Liga, in der die Österreicher Andreas Ivanschitz (Panathinaikos Athen) und Mario Hieblinger (Ergotelis) engagiert sind.

Hooligans von Olympiakos und Panathinaikos hatten sich am Donnerstagabend vor der Sporthalle in Paiania wüste Straßenschlachten geliefert. Die Chaoten waren mit Steinen, Schlagstöcken, Latten und Molotow-Cocktails bewaffnet. Ein 25-jähriger Panathinaikos-Fan starb an den Folgen einer schweren Kopfverletzung, mehrere Personen wurden verletzt und verhaftet.

(apa/red)