Nach tagelangem Ausharren am Berg: Zwei Alpinisten stürzen am Matterhorn in den Tod

Zwei Begleiterinnen wurden von Rettern geborgen Leichen zweier Bergsteiger nach 17 Jahren gefunden

Zwei Alpinisten sind in der Nacht auf Freitag bei einem Sturz am Matterhorn ums Leben gekommen - nach tagelangem Ausharren in der Ostwand. Zwei Bergsteigerinnen konnten die Retter aus der Wand bergen. Sie mussten mit Erfrierungen ins Spital.

Die beiden Bergsteiger und die zwei Bergsteigerinnen hatten am Dienstag die Ostwand des Matterhorns durchsteigen wollen. Sie brachen auf, obwohl ihnen davon im Dorf abgeraten worden war, wie Markus Rieder, Sprecher der Walliser Kantonspolizei, am Samstag erklärte. sagte.

Die Wetterbedingungen hätten die polnischen Alpinisten vom Einstieg abhalten sollen. Die 21-jährigen Frauen sowie die Männer im Alter von 24 und 25 Jahren seien zudem schlecht ausgerüstet gewesen, sagte Rieder weiter. Auf ungefähr 3.400 Metern über Meer blieben sie wegen der unwirtlichen Witterung hängen.

Am Donnerstag alarmierten die vier Bergsteiger schließlich die Rettungskräfte. Diese konnten wegen des Wetters erst am Freitag gegen 13.00 Uhr mit einem Helikopter in Richtung Ostwand starten. Während des Rettungsflugs entdeckte der Chef der Rettungskolonne die beiden Männer, die abgestürzt waren. Möglicherweise hatten sie Hilfe holen wollen und waren dabei verunglückt.

Leichen zweier Bergsteiger nach 17 Jahren gefunden
17 Jahre nach dem Tod zweier Bergsteiger sind deren Leichen am Mont Blanc gefunden worden. Wie der "Reutlinger General-Anzeiger" berichtete, hatte ein Bergführer die Leichen des 23-jährigen Reutlingers und seines englischen Kameraden bereits im August entdeckt.

Während der sommerlichen Hitze sei so viel Gletschereis geschmolzen, dass die Körper zu Tage kamen, hieß es in der deutschen Zeitung. Gemeinsam mit zwei anderen Bergsteigern waren die Männer im Februar 1989 zu einer Exkursion aufgebrochen. Die Gruppe verunglückte auf 3.200 Metern Höhe in einem Schneesturm auf dem Toula-Gletscher. Die Leichen der anderen zwei Bergsteiger waren noch im gleichen Jahr geborgen worden.
(apa)