Nach 4:1-Sieg gegen Belgien: Österreichs
U19-Nationalteam steht im EM-Halbfinale!

Jetzt wartet Favorit Spanien auf Nachwuchskicker Auch Qualifikation für U20-WM in Kanada geschafft

Der österreichische Fußball-Nachwuchs hat drei Jahre nach dem dritten Platz bei der U19-EM in Liechtenstein wieder für Furore gesorgt. Nach einem 4:1 (1:0) gegen Belgien qualifizierte sich die Mannschaft von Teamchef Paul Gludovatz am Sonntag bei der EM in Polen als Gruppen-Zweiter für das Halbfinale, wo man am Mittwoch auf Spanien trifft.

Erfolgsgarant war Rapid-Stürmer Erwin Hoffer, der mit zwei Toren (16.,54.) den Grundstein zum Erfolg legte. Michael Madl (82.) und Daniel Gramann (85./Elfmeter) besorgten den Endstand.

Neben dem Einzug ins EM-Halbfinale darf Österreich auch über den Fixplatz bei der U20-WM in Kanada 2007 jubeln. Wermutstropfen aus österreichischer Sicht ist jedoch die Sperre des bei dieser EM bereits vierfachen Torschützen Hoffer. Nach seiner zweiten Gelben Karte muss der schnelle Stürmer gegen die Iberer, die beim 1:1 gegen Portugal am Sonntag die ersten Punkte abgaben, pausieren.

Gegen die belgische Auswahl überraschte Gludovatz mit drei Umstellungen. Im Tor machte Austria-Amateure-Keeper Bartolomej Kuru Michael Zaglmair (LASK Linz) Platz, in der Innenverteidigung startete Michael Madl (Austria Amateure) anstelle von Sebastian Prödl (Sturm Graz Amateure). Daniel Sikorski von den Bayern-München-Amateuren zog erstmals von Beginn weg hinter der einzigen Spitze Hoffer im offensiven Mittelfeld die Fäden.

Nach dem schnellen 1:0 durch Hoffer, der nach einem Alleingang vom 16er abschloss, drückten die Belgier dem Spiel den Stempel auf. Zaglmair rechtfertigte seine Nominierung spätestens in der 34. Minute, als er einen Elfmeter entschärfte. Bei einer belgischen Doppel-Chance in der 37. Minute rettete zweimal die Stange den Österreichern die Pausenführung.

In den zweiten 45 Minuten schlugen die Belgier vor den Augen des Technischen Direktors Willi Ruttensteiner nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff zu, in dieser kritischen Phase wurde Hoffer mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum Match-Winner. Aus spitzem Winkel bezwang er den gegnerischen Torhüter zum 2:1 (54.).

Für die endgültige Entscheidung zeigte sich Verteidiger Madl zuständig, nach einem Eckball verwertete er eine Vorlage von Walch per Kopf zum 3:1. Das 4:1 durch einen Gramann-Elfmeter nach Foul an Walch war nur noch Draufgabe.
(apa/red)