Nach 29. Bundesliga-Runde: Spitzenreiter Austria spürt Atem der "Bullen" im Nacken

Salzburger beim 5:0-Sieg gegen GAK eindrucksvoll Jung-Stürmer Mark Janko auf dem Weg ins Team?

Mit einem eindrucksvollen 5:0-Heimtriumph über Liebherr GAK ist Salzburg am Sonntag zum großen Sieger der 29. T-Mobile-Bundesliga-Runde avanciert. Die Red Bulls nutzten damit nicht nur den Ausrutscher von Spitzenreiter Austria Magna (nur 4:4 daheim gegen die Admira) und verkürzten den Rückstand auf zwei Zähler, sondern sie putzten gleichzeitig auch ihr Torverhältnis auf (Salzburg +15, Austria +14) und sammelten für das Liga-Finish eine gewaltige Portion Selbstvertrauen.

Der Vizemeister GAK, der auf den sechsten Tabellenplatz zurückfiel und sich praktisch im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz verabschiedete, befindet sich hingegen nach der siebenten Pflichtspiel-Niederlage in Folge (sechs in der Liga und eine im Cup/insgesamt 3:13 Tore) weiterhin im freien Fußball-Fall, Trainer Lars Söndergaard wollte jedoch nach dem Spiel gegen seinen Ex-Verein von einem Rücktritt nichts wissen.

Salzburg bei Standardsituationen stark
"Wir haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen", war Kurt Jara nach dem 13. Sieg im 15. Heim-Match logischerweise rundum zufrieden. "Wir haben gewusst, dass wir bei den Standards im Vorteil sind", sprach der Tiroler den Schlüssel zum Erfolg an. Den Doppelpack zum 2:0 und 3:0 steuerte Aufhauser jeweils nach Corner von Jezek bei, das 5:0 machte Jezek selbst per kuriosem Freistoß von halbrechts. Außerdem traf der Tscheche mit einem Freistoß die Stange.

Mit der Aufbietung des körperlich imposanten Sturmduos Janko (1,95 m) und Zickler (1,89) hat Jara den GAK vor ein an diesem Tag unlösbares Problem gestellt. Die Abwehr rund um den ebenfalls völlig verunsicherten Haudegen Ehmann fand gegen die beiden "Kästen" kein Mittel, Janko erzielte die Treffer zum 1:0 und 4:0 und hält nun bei vier Toren in den vergangenen drei Liga-Partien.

Janko vor dem Sprung ins Nationalteam?
Stimmen, dass der 22-Jährige langsam aber sicher auch ein Thema fürs Nationalteam werden könnte, kommentierte Janko selbst bescheiden. "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht für Österreich spielen will. Aber ich bin der Letzte, der sich ins Team reinfordert."

Die Austria spürt nun den Atem der Salzburger immer deutlicher. Jara meinte zum Thema Titelkampf: "Die Kampfansage an die Austria war schon immer da. Wir wollen Meister werden. Warten wir einmal ab, wie die Austria weitermacht. Wenn wir es nicht schaffen und Zweiter werden, dann ist das auch ein Riesenerfolg. Denn dann sind wir in der Champions-League-Qualifikation." (apa/red)