Nach 2. Saisonsieg: Götschl von Super-G- Stärke selbst ein bisschen überrascht

"Es passt alles, ich muss nicht so viel nachdenken"

Es ist nicht leicht gewesen, den vergangenen Winter abzuhaken und nochmals die Motivation für den Skizirkus zu finden. Doch "Speed-Queen" Renate Götschl hat mit der Fortsetzung der Karriere die richtige Entscheidung getroffen, die zwei Siege in den zwei bisherigen Saison-Super-G in Lake Louise und auf der Reiteralm geben ihr Recht. Auch wenn die vierfache Gewinnerin des Abfahrtsweltcups davon selbst ein bisschen überrascht ist: "Das hätte ich mir auch nicht gedacht vor Saisonbeginn, aber ich genieße es jetzt richtig."

Das Ziel war mit dem Gewinn der fünften kleinen Kristallkugel als beste Abfahrerin eines Winters klar definiert: "Ja, das habe ich vor Saisonbeginn gesagt, aber da will ich mich jetzt nicht festlegen", sagte die Steirerin, die in Lake Louise in dieser Disziplin auf die Ränge 2 und 16 kam, im Super G ist sie mit dem Total von 200 Punkten die Trägerin des Roten Trikots. Den Spaß am Skifahren hat sie jedenfalls wiedergefunden.

"Das neue Material arbeitet sehr gut, das war eine große Herausforderung und Motivation für mich." Zudem gibt sich die Gesamtweltcupsiegerin von 1999/2000 auch wieder locker. "Ich weiß, ich kann mich auf das Drumherum verlassen. Es passt einfach alles, ich muss nicht so viel nachdenken, wenn ich Ski fahre."

Götschl, auch in schwierigen Zeiten für die ÖSV-Damenmannschaft oft der Garant für Erfolge, ist mit 31 Jahren nach Alexandra Meissnitzer (33) die zweitälteste im Team, über dessen derzeitige Stärke sie sagte: "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals so dicht war. Es war viel Potenzial hinter uns, das macht sich jetzt bemerkbar. Nach dem Vierfachtriumph in der Super-Kombination waren im Super G sieben Österreicherinnen in den Top 8 gelandet. (apa/red)