Nach 13 Tagen in Geiselhaft: Entführte US-Journalisten wurden wieder freigelassen

Video: Männer angeblich zum Islam übergetreten Von Brigaden des Heiligen Dschihad entführt

Die beiden im Gazastreifen verschleppten Journalisten des US-Senders Fox sind wieder frei. Die Männer seien in Gaza wieder auf freien Fuß gesetzt worden, teilte Fox News am Sonntag mit. Der 60-jährigen Korrespondent Steve Centanni und der in Neuseeland geborene 36-jährige Kameramann Olaf Wiig waren am 14. August entführt worden. Sie wurden von ihren Entführern gezwungen, zum Islam überzutreten.

Zuvor hatte der US-Sender mitgeteilt, ein Videoband erhalten zu haben, auf dem die beiden Reporter in einem von ihren Kidnappern gedrehten Video zum Islam konvertiert sind. Sie sagten auf dem Band die Koransure für den Übertritt auf.

Sie sind nach eigener Aussage mit Waffengewalt gezwungen worden, zum Islam überzutreten. "Unsere Entführer richteten ihre Gewehrläufe auf uns und zwangen uns, Muslime zu werden", berichtete US-Reporter Steve Centanni.

Wer das islamische Glaubensbekenntnis, die "Shahada" ("Es ist kein Gott außer Gott; und Mohammed ist sein Gesandter/Prophet") vor mindestens zwei Zeugen rezitiert, gilt in der populären Auslegung als Muslim.

Allerdings hat die islamische Theologe im Lauf der Jahrhunderte eine Fülle weiterer Vorschriften erarbeitet, mit denen die religiös ungebildeten Islamisten nicht vertraut sind. So gilt u.a. die Rezitation des Glaubensbekenntnisses nur dann als gültig, wenn der Kandidat im Herzen fest überzeugt ist, dass Gott der Schöpfer des Himmels und der Erde ist, dass niemand außer Gott angebetet werden darf usw.

Am Samstag war ein Ultimatum abgelaufen, mit denen die bisher unbekannte Entführergruppe namens Brigaden des Heiligen Dschihad die USA aufgefordert hatten, alle in US-Gefängnissen inhaftierten Moslems freizulassen. Nach Ablauf des Ultimatums hatte die palästinensische Regierung aber mitgeteilt, die Journalisten seien am Leben und die Verhandlungen zu ihrer Freilassung gingen weiter.
(apa/red)