Mysteriöses Krokodil-Massensterben: Südafrika fürchtet um Reptilien-Population

Schon 130 Kadaver in Krüger-Nationalparks entdeckt Wissenschaftler untersuchen nun gestorbene Tiere

Mysteriöses Krokodil-Massensterben: Südafrika fürchtet um Reptilien-Population © Bild: Reuters/Mercado

Wildtier-Experten befürchten, dass sich das seit Mai andauernde mysteriöse Massensterben von Krokodilen im südafrikanischen Krüger-Nationalparks ausweitet. "Bisher wurden bereits 130 Krokodil-Kadaver entdeckt, und jede Woche scheinen mehr entdeckt zu werden, wenn wir über die Gegend fliegen", sagte Parksprecher Raymond Travers der südafrikanischen Zeitung "Sunday Independent". Die Kadaver wurden alle in den Flüssen Olifant und Letaba entdeckt, die innerhalb des Parks am dichtesten von Nil-Krokodilen besiedelt sind.

Wissenschaftler und Veterinäre haben unter Leitung des Krokodilexperten Fritz Huchzermeyer vom Internationalen Tierschutzbund WCU mehrere Kadaver untersucht sowie elf lebende Krokodile gefangen, untersucht und mit einer Markierung versehen wieder freigelassen.

Unklar ist die Ursache für das Massensterben. Travers: "Wir haben alles getestet und uns alles angeschaut, was möglicherweise einen Einfluss gehabt haben könnte, aber alle Tests waren ergebnislos." Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die Krokodile durch das Fressen gestorbener Artgenossen infizieren, sollen alle Kadaver nun geborgen und verbrannt werden. Dennoch sei mit einem weiteren Massensterben unter den Reptilien zu rechnen, meinte Pienaar.

(apa/red)