Mysteriöse Leichenfunde in Linz: Spur könnte Ermittler ins Drogenmilieu führen

Erst unangenehmer Geruch führte zum Leichenfund Ein Mann soll Schnittverletzungen am Hals tragen

Mysteriöse Leichenfunde in Linz: Spur könnte Ermittler ins Drogenmilieu führen © Bild: APA

Der mysteriöse Leichenfund in Linz ist zum Mordfall geworden. Die beiden in einer Wohnung in Linz-Urfahr entdeckten toten Männer sind Opfer eines Gewaltverbrechens und identifiziert, wie die Sicherheitsdirektion Oberösterreich in einer Presseaussendung bekanntgab. Die Tat dürfte bereits eine Woche zurückliegen.

Die beiden Toten waren entdeckt worden nachdem einer Nachbarin ein Stapel Zeitungen vor der Wohnung und unangenehmer Geruch aufgefallen war. Die Feuerwehr öffnete die Wohnung. Die Eingangstür war nicht abgesperrt. Sie war nur ins Schloss gefallen. Der Schlüssel steckte innen. In der Wohnung wurde zunächst eine männliche Leiche gefunden, in einem anderen Raum eine weitere. Sie waren bereits im Zustand der Verwesung. Die Identität war zunächst unklar, ebenso die Umstände, die zum Tod der beiden geführt hatten.

Obduktion und Ermittlungen
Eine Obduktion sowie die Ermittlungen der Polizei ergaben: Bei den Toten handelt es sich um den 45-jährigen Wohnungsbesitzer und um einen 51-jährigen mit ihm befreundeten Beschäftigungslosen. An beiden wurden deutliche Spuren von Gewaltanwendung gefunden. Welche, wollte die Polizei nicht sagen. Doch andere Quellen sprechen davon, dass dem 45-Jährigen die Kehle durchgeschnitten worden sei. Jedenfalls laufen die Ermittlungen in Richtung Doppelmord.

Der Sohn des Wohnungsbesitzers konnte inzwischen befragt werden, er scheidet als Täter aus. Der Zwillingsbruder des 45-Jährigen, der ebenfalls an dieser Adresse gemeldet ist, soll sich bereits seit längerem in Mittelamerika befinden. Eine Verbindung zwischen der Gewalttat und dem Drogenmilieu wird von den Ermittlern nicht ausgeschlossen. (APA/red)