"Mut, Kreativität und Ausdauer": Ute Bock-Zivilcourage-Preis an "Ehe ohne Grenzen"

Neues Fremdenrecht erschwere Familienleben

Der Ute Bock-Preis für Zivilcourage 2006 geht an die Initiative "Ehe ohne Grenzen". Verliehen wird der Preis am 13. Dezember auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Parlament. Der Anerkennungspreis ist heuer durch eine Spende der Western Union Financial Services GMBH über 5.000 Euro ausnahmsweise dotiert.

Die PreisträgerInnen, über 200 bi-nationale Paare, kämpfen seit Beginn des Jahres um ihr Recht auf Familienleben. Durch das neue Fremdenrecht habe sich die Rechtsstellung von ausländischen Eheleuten sehr verschlechtert, kritisiert SOS Mitmensch. Fehlende Übergangsbestimmungen, Falschinformationen von Behörden und erschwerte Zugangsvoraussetzungen hätten bewirkt, dass nun viele von Schubhaft und Abschiebung bedroht sind.

Die Verleihung an "Ehe ohne Grenzen" begründet SOS Mitmensch damit, dass sich die Initiative mit viel Mut, Kreativität und Ausdauer Gehör für ihre Anliegen verschafft habe. Dabei sei es nie nur um die Eigeninteressen gegangen, "Ehe ohne Grenzen" habe stets die Zusammenarbeit mit anderen Betroffenen des Fremdenrechts gesucht. So habe man etwa von Beginn an auch homosexuelle Paare zur Mitarbeit eingeladen oder sich gegen verschärfte Schubhaftbedingungen eingesetzt. (APA/red)