"Muss ja auch ein Leben danach geben":
NEWS über Flimms Zukunft in Salzburg

Vertrag des Festspielintendanten läuft noch bis 2011 Verlängerung über fünf Jahre derzeit im Ungewissen

"Muss ja auch ein Leben danach geben":
NEWS über Flimms Zukunft in Salzburg © Bild: APA/Techt

„Wenn ich nur noch die beiden Jahre bis 2011 bleibe, übernehme ich das Schauspiel selbst. Wenn ich länger bleibe, gibt es sicher einen Schauspielchef.“ So skizziert Salzburgs Festspielintendant Jürgen Flimm in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe seine Vorstellungen von der Zukunft des Festivals. Flimms Vertrag endet wie der aller Festspielspitzen nach dem Sommer 2011, doch haben Markus Hinterhäuser (Konzert) und Thomas Oberender (Schauspiel) die Option, schon 2009 zu quittieren.

Im Falle Oberenders wird das auch stattfinden, denn er selbst hat die entsprechenden Fakten geschaffen. Flimm in NEWS: „Ich bin überhaupt nicht böse mit ihm. Aber er wollte Intendant in Bochum werden und war schon unter den beiden Letztverbliebenen. Die Entscheidung hat sich bis in den November verschoben. Da konnte ich seriöserweise nicht länger zuwarten, habe das Programm für 2010 skizziert und Gespräche mit Künstlern geführt. Oberender hätte die Saison zu Ende gemacht und wäre dann zur Vorbereitung nach Bochum
gegangen.“ Oberender fiel allerdings durch und müsste im Falle seines Verbleibs nun die Planung Flimms exekutieren.

Das weitere Procedere der Vertragsangelegenheiten schildert in NEWS Wilfried Haslauer (VP), derzeit Vorsitzender des Festspielkuratoriums: Er selbst wird umgehend mit Präsidentin Rabl-Stadler, Flimm, Oberender, Hinterhäuser und dem kaufmännischen Direktor Schweighofer Einzelgespräche führen. Am 9. Dezember beschäftigt die Angelegenheit dann das Kuratorium. Oberenders Abgang steht für Haslauer so wenig fest wie das Flimm-Modell: „Ich fand die bisherige Struktur mit eigenem Schauspielchef sehr sinnvoll.”

Sollten einzelne oder alle Verträge verlängert werden, wird dies laut Haslauer spätestens im Februar geschehen. Im Falle von Neubesetzungen müsste ausgeschrieben und die Entscheidung über den Sommer vertragt werden.

Flimm: „Übernächste Woche spreche ich mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums, davon hängt auch ab, ob ich bleiben will. Es muss ja auch noch ein Leben nach dem schönen Salzburg geben. Das ganze sollte bis Ende des Jahres entschieden sein.“ Ob er volle fünf Jahre verlängern würde? „Darüber muss ich auch mit meiner Frau sprechen. Die tendiert dazu, dass ich wieder länger in Hamburg bin.“

Den kompletten Beitrag können Sie im NEWS 47/08 nachlesen!