Murray fordert Djokovic im Finale der
Australian Open: Schotte schaltet Ferrer aus

Hart erkämpfter Viersatz-Sieg im Semifinale Dulko und Pennetta holen Titel im Damen-Doppel

Murray fordert Djokovic im Finale der
Australian Open: Schotte schaltet Ferrer aus © Bild: Reuters

Premierensieg für Andy Murray oder Grand-Slam-Titel Nummer zwei für Novak Djokovic. Der 23-jährige Schotte hat im Halbfinale der Australian Open den Spanier David Ferrer mit 4:6,7:6,6:1,7:6 besiegt und zog damit wie im Vorjahr in Melbourne ins Endspiel ein. Dort ist am Sonntag der Serbe Djokovic sein Gegner. Der Federer-Bezwinger hat in Australien vor drei Jahren bereits gewonnen.

Murray, der im Achtelfinale dem Österreicher Jürgen Melzer keine Chance gelassen hatte, tat sich gegen den Auckland-Sieger Ferrer sehr schwer. Dieser hat immerhin drei seiner zehn Titel auf Hartplätzen gewonnen. Als Nummer fünf gesetzt, kämpfte sich der Brite nach mehreren brenzligen Situationen zurück und zog erst nach 3:45 Stunden ins Endspiel in der Rod Laver Arena ein.

Nachdem er den ersten Set wegen zahlreicher Eigenfehler verloren hatte, wehrte Murray im zweiten einen Satzball ab und hatte schließlich im vierten im Tiebreak gegen die Nummer sieben das bessere Ende für sich. "Er hat in der entscheidenden Momenten einfach zu gut aufgeschlagen, da konnte ich nichts machen", meinte der 28-jährige Ferrer, der zuvor den anschlagenen Topfavoriten Rafael Nadal eliminiert hatte.

Historische Chance für Murray
Murray spielt nun um den ersten Sieg eines Briten bei den Australian Open seit Fred Perry vor 77 Jahren. Im Vorjahr war er im Finale in drei Sätzen an Federer gescheitert und auch im zweiten Anlauf in "down under" ist er gegen die Nummer drei der Außenseiter. Djokovic führt in den Duellen mit 4:3, hat aber die jüngsten drei Matches (alle auf Hartplatz) in jeweils zwei Sätzen verloren (zuletzt im März 2009 im Miami-Finale).

Die zwei Finalisten, beide im Mai 1987 geboren, haben schon als Jugendliche gegeneinander gespielt. "Novak und ich kennen uns sehr gut, wir haben in diesem Jahr schon viel gemeinsam trainiert. Da gibt es keine Geheimnisse", sagte Murray, der erst lange nach Mitternacht ins Bett kam. Sein Finalgegner hat den Vorteil eines zusätzlichen Ruhetages, er hatte Titelverteidiger Federer schon 24 Stunden zuvor in drei Sätzen bezwungen.

Den Titel im Damen-Doppel sicherten sich die Argentinierin Gisela Dulko und die Italienerin Flavia Pennetta. Das topgesetzte Duo bezwang im Finale Victoria Asarenka aus Weißrussland und Maria Kirilenko aus Russland mit 2:6,7:5,6:1.

(apa/red)