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Mure streifte Regionalzug in Südtirol

Passagiere blieben unverletzt - Bahnlinie unterbrochen

Eine kleine Mure ist am Dienstag kurz nach 6.00 Uhr bei Göflan (Gemeinde Schlanders) in Südtirol auf die Bahnlinie der Vinschgerbahn abgegangen. Sie streifte dabei einen gerade vorbeifahrenden Zug. Eine Achse der Garnitur entgleiste, die 25 Passagiere blieben unverletzt. Die Bahnlinie war vorerst unterbrochen.

Die Mure aus Erde und Steinen soll sich aufgrund der starken Niederschläge von der Böschung gelöst haben. Die ersten Aufräumarbeiten konnten am Dienstagvormittag bereits abgeschlossen werden. Am Zug selbst entstand nur leichter Sachschaden und er konnte, nachdem er wieder auf die Gleise gestellt worden war, weiterfahren. Der Zugverkehr sollte im Laufe des Tages wieder aufgenommen werden.

Bereits im Jahr 2010 war auf die Vinschgerbahn eine Mure abgegangen. Zwischen den Haltestellen Latsch und Kastelbell hatten Geröll und Schlamm eine Garnitur umgestoßen. Der vordere Waggon drohte, in die Etsch zu stürzen. Insgesamt befanden sich 37 Passagiere in der Bahn. Neun Menschen, alle aus Südtirol, überlebten nicht, 28 wurden verletzt. Als Auslöser für den Erdrutsch stand eine defekte Beregnungsanlage in einem nahe gelegenen Obstanbaugebiet im Verdacht.

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