Mütter-Demo vor dem Weißen Haus:
Frieden im Irak und im Iran gefordert

"Wollen, dass unsere Kinder wieder zurückkehren" Anzeigen zum Muttertag in der irakischen Presse

Mütter und ihre Familien haben vor dem Weißen Haus in Washington für Frieden im Irak und im Iran demonstriert. Aus Anlass des Muttertages wollten sie ihren Protest auch die Nacht über fortsetzen. Unter den Teilnehmerinnen der Kundgebung war auch die Friedensaktivistin Cindy Sheehan.

"Wir fordern an diesem Muttertag, dass unsere Kinder aus dem Irak zurückkehren und nicht in einen weiteren absurden Krieg in den Iran geschickt werden", erklärte sie. Sheehan, deren Sohn 2004 in Bagdad bei einem Rebellenangriff getötet worden war, hatte aus Protest gegen den Irak-Krieg im Sommer des vergangenen Jahres vor der Ranch von Präsident George W. Bush in Texas campiert. Durch diese Aktion war sie international bekannt geworden.

Die Demonstranten folgten einem Aufruf der Organisation Frauen für Frieden. Es wurde auch die Filmschauspielerin und Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon zu dem Protest erwartet. "Unzählige Mütter im Irak haben an diesem Muttertag wenig zu feiern; ihre Familien sind durch die gewaltsame Besatzung zerrissen", hieß es weiter in der Erklärung.

In der irakischen Presse sollte unterdessen eine ganzseitige Anzeige der "Women for peace" erscheinen. Sie rufen die Bevölkerung im Irak und in den USA auf, "gemeinsam auf das Ende des Gemetzels und die Rückkehr der US-Truppen in die USA hinzuwirken". Die beiden Zeitungen "Assaman" und "As-Sabah" lehnten die Veröffentlichung der Anzeige laut der Erklärung aber ab.

(apa/red)