Mourinho heizt Spekulationen an: Chelsea-
Trainer erschien nicht zur Pressekonferenz

Trotz CL-Halbfinale Trainer-Zukunft weiter ungewiss Arsenal fürchtet nach Dein-Rücktritt um Wenger

Jose Mourinho hat mit dem Boykott einer Pressekonferenz neue Spekulationen um seine Zukunft als Trainer beim englischen Fußball-Meister Chelsea ausgelöst. Der Portugiese erschien nach dem 4:1 bei West Ham United nicht zum obligatorischen Medien-Termin und gab damit Gerüchten über eine bevorstehende Trennung neue Nahrung. Bei Liga-Rivale Arsenal fürchtet man nach dem Rücktritt von Vorstandsmitglied David Dein hingegen um Coach Arsene Wenger.

Trotz nur drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Manchester United und dem Erreichen des Pokalfinales und Champions-League-Halbfinales ist die Zukunft des 44-jährigen Mourinho in London weiter ungewiss. Seine Entscheidung, sich nicht den Fragen der Pressevertreter zu stellen, wäre bereits vor dem Spiel mit Klubbesitzer Roman Abramowitsch abgesprochen worden, teilte ein Chelsea-Sprecher mit. Zuletzt war in diversen englischen Medien mit dem Niederländer Guus Hiddink und dem Deutschen Jürgen Klinsmann als möglichen Nachfolgern spekuliert worden.

Auch Arsenal diskutiert über Trainer
Auch bei Arsenal wird über die Zukunft von Trainer Arsene Wenger gerätselt. Grund ist der überraschende Rücktritt von Vorstandsmitglied David Dein, der auch Vorsitzender der G-14-Gruppe der europäischen Spitzenklubs ist. Der 63-Jährige saß 24 Jahre lang im Vorstand und gilt als einer der engsten Vertrauten des französischen Trainers, den er 1996 nach London holte.

Dein, der 14,5 Prozent der Arsenal-Anteile hält, legte sein Amt wegen "unüberbrückbarer Differenzen" mit dem restlichen Vorstand nieder. Dabei soll es um den Einstieg des US-Milliardärs Stan Kroenke bei den "Gunners" gehen. Kroenke hatte zuletzt 11,26 Prozent der Anteile gekauft. Während Dein ein weiteres Engagement des US-Amerikaners begrüßt haben soll, sind die anderen Vorstandsmitglieder dagegen. Arsenal-Präsident Peter Hill-Wood bezeichnete das Verhältnis des Vorstands zu Wenger inzwischen lapidar als "gut".

(apa/red)