Motor von

Falls die Wildnis rufen sollte

Motor - Falls die Wildnis rufen sollte © Bild: Skoda Auto

Škoda bietet seinen großen SUV auch als Scout an. Der sieht nicht nur kernig und robust aus, er ist es dank differenzierter 4x4-Technik auch

Den allseits so beliebten SUVs sagt man auffallend häufig eine Abneigung gegen fordernde Geländefahrten nach. Oder sind es nicht vielmehr die Fahrer, die sich nicht trauen? Wie dem auch sei, die tschechische VW-Tochter Škoda, vor noch gar nicht langer Zeit erst auf den SUV-Geschmack gekommen, hat jedenfalls ein probates Gefährt für Einsätze abseits glatt asphaltierter Wege im Programm -ihren Kodiaq, allerdings mit dem Suffix "Scout". Und damit auch nicht der leiseste Verdacht aufkommt, der Scout könnte bloß ein Sondermodell ohne Kraxel- Ambitionen sein, wurde er auch dementsprechend adjustiert.

© Skoda Auto

Eigentlich hat ja schon der normale Kodiaq einen stattlichen Auftritt, der vornehmlich seinen 4,70 Meter Länge und 1,70 Meter Höhe geschuldet ist. Der Scout bekam aber als Ornat einen gut sichtbaren Unterfahrschutz vorne und hinten, silberfarbene Zierelemente und eine Dachreling in gleicher Farbe. Der Unterbodenschutz ist aber längst nicht alles, was die Tschechen ihrem großen SUV spendiert haben. Der serienmäßige Allradantrieb arbeitet mit einer elektronisch geregelten Lamellenkupplung, die bei zu wenig Traktion die Hinterräder automatisch dazuschaltet. 19 Zentimeter Bodenfreiheit und 20 Grad Rampenwinkel sind schon gute Voraussetzungen, um vielleicht nicht gerade in der Hohen Tatra, aber doch in unwegsamen Gelände zu bestehen. Zusätzlich gibt es einen Offroadmodus, bei dem alle Helferlein wie Gasannahme oder ABS ein wenig eingebremst werden, die Differenzialsperre aber schneller eingreift.

Zugegeben, wir haben uns mit dem Scout (190-PS-Diesel) auch nicht durch unberührte Flora und Fauna getraut -man wird ja schon zehn Zentimeter abseits von Feldwegen der Flurschändung geziehen -, ihn aber doch über kleine Marterstrecken geprügelt. Fazit: nicht schlecht, wie problemlos der Kodiaq Scout Steigungen und Gefälle nimmt.

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Die 190 Diesel-Pferde bringen den fast zwei Tonnen schweren Tschechen-SUV solide voran, in manchen Sitautionen wäre ein wenig mehr Dynamik wünschenswert. Vor allem dann, wenn man aus Bummeltempo blitzschnell beschleunigen will, voll aufs Gaspedal tritt und sich erst mit Verzögerung Vortrieb einstellt. Allerdings hat da auch die Doppelkupplung zumindest Teilschuld; die erledigt aber sonst einen anständigen Job.

Kaum erwähnenswert, wir tun es aber doch: Der Dieselmotor ist dann am lautesten, wenn man es am wenigsten erwartet -bei Viertelgas.

Der Kodiaq Scout hat Platz ohne Ende und so praktische Features wie den automatisch ausfahrenden Türkantenschutz an Bord.

Daten

Škoda Kodiaq 4x4 Scout

Preis: € 45.430,-
Motor: 4 Zylinder, Turbodiesel, 1.968 ccm
Leistung: 190 PS (140 kW)
Spitze: 210 km/h 0-100: 8,9 Sek.
Verbrauch: 7,2 l/100 km
Emission: 191 g CO2/km
Fazit: Fast 3.000 Euro Preisunterschied zum normalen Kodiaq - die sollte man auch ausnützen, den Scout artgerecht einsetzen