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Mostviertler Gemeindepolitiker -
Drei mögliche Missbrauchsopfer

Verdächtiger bestreitet Vorwürfe - Ausschluss aus SPÖ im Rahmen einer Sitzung

Niederösterreich - Mostviertler Gemeindepolitiker -
Drei mögliche Missbrauchsopfer © Bild: shutterstock

In Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Mostviertler SPÖ-Gemeindepolitiker wegen Missbrauchsverdachts hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag von drei Opfern gesprochen.

Der in U-Haft sitzende Mann habe sich zu den Vorwürfen gegen ihn in der Vernehmung vor der Kriminalpolizei nicht geständig gezeigt, bestätigte Leopold Bien von der Staatsanwaltschaft St. Pölten auf Anfrage Medienberichte.

Politiker soll seine Enkel missbraucht haben

Die Opfer stammen nach Angaben von Bien aus dem "sozialen Nahbereich" des Verdächtigen. Laut Medienberichten soll der Mann seine Enkel missbraucht haben. Gegen den Politiker laufen auch Ermittlungen wegen möglicher Wiederbetätigung. Im Haus des Verdächtigen im Bezirk Amstetten wurden laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft NS-Uniformen, -Fahnen, Dolche und Bilder gefunden, ebenso wie Faustfeuerwaffen, Handgranaten und Schlagringe.

SPÖ NÖ-Vorstand beschloss Ausschluss

Die SPÖ Niederösterreich hat in einer Sitzung des Landesparteivorstandes am Dienstagabend einen Funktionär aus der Partei ausgeschlossen.

In den nächsten Tagen sollen die Opfer des Mannes kontradiktorisch vernommen werden, berichtete der ORF NÖ. "Außerdem wird das sichergestellte Material, zu dem auch Datenträger und elektronische Geräte gehören, ausgewertet", sagte Leopold Bien, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten. Die Anklagebehörde geht von drei Opfern aus, der Tatzeitraum umfasse mehrere Jahre. Neben schwerem sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung werden dem Gemeindepolitiker aus dem Bezirk Amstetten Wiederbetätigung und Verstöße gegen das Waffengesetz angelastet.

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