Mordprozess Schweiz von

Drei Kindsmorde gestanden

Gebürtige Tirolerin gestand - Bereits 2010 wegen Zwillingsmordes verurteilt

Eine gebürtige Tirolerin hat in der Schweiz den Mord an ihren Kindern gestanden. © Bild: APA/EPA/LAURENT GILLIERON

Eine im März 2010 in der Schweiz wegen Mordes an ihren sieben Jahren alten Zwillingen zu lebenslanger Haft verurteilte gebürtige Tirolerin steht wegen dieses Delikts neuerlich vor Gericht. In einer Neuauflage des Prozesse hat die 39-Jährige am Mittwoch die Tötung der beiden Kinder gestanden und darüber hinaus zugegeben, bereits vor deren Geburt ein Kind getötet zu haben - ihr sieben Wochen altes Baby.

Im Fall des Babys war man davon ausgegangen, dass es sich um einen Fall von plötzlichem Kindstod handelte. Im selben Jahr wurde die Frau mit den Zwillingen schwanger. Dass sie diese Taten endlich gestehe, sei sie ihren Kindern schuldig, sagte die Beschuldigte unter heftigem Weinen vor dem Bezirksgericht Horgen im Kanton Zürich. Die Zwillinge - ein Mädchen und ein Bub - wurden in der Nacht auf 24. Dezember 2007 in ihren Zimmern erstickt. Die Mutter täuschte daraufhin einen Einbruch vor.

Auch Betrug gestanden

Die 39-Jährige gab außerdem zu, in einer früheren Wohnung zwei Einbrüche vorgetäuscht und ihren beiden Schwägerinnen die Bankkarten gestohlen zu haben. Von deren Konten hob sie dann je 1.000 Franken ab. Bei all diesen Taten habe sie sich immer eingeredet, dass sie das gar nicht gewesen sei. "Nun kann ich mit dieser Schuld aber nicht mehr Leben."

Ein Geschworenengericht hatte die Mutter im März 2010 wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Weil ihre Verteidigung beim ersten Prozess aber ungenügend und fehlerhaft war, wird der Fall nun neu aufgerollt. Die Verteidigung hatte damals auf Freispruch und in einem Eventualantrag auf Totschlag plädiert. Da das Geschworenengericht inzwischen abgeschafft wurde, ist nun das Bezirksgericht Horgen dafür zuständig. Die Verhandlung wird voraussichtlich drei Tage dauern.

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