Mordfall Paulina von

Der Abschiedsbrief des Mörders

NEWS liegt das von Klaus K. vor seinem Selbstmord verfasste Schreiben vor.

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    Der 48-jährige Stiefvater Klaus K. und sein 19-jähriger Sohn Konstantin sollen die 14-Jährige Paulina umgebracht haben. Klaus K. hat sich in seiner Zelle in der Justizanstalt Wels erhängt.

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    Konstantin K.: Er stand völlig unter der Kontrolle seines Vaters – und wurde zum "Helfer des Teufels.

Am 5. Juli 2011 wurde in Bad Ischl eine 14-Jährige Schülerin ermordet. Ihr Stiefvater, Klaus K., und dessen Sohn Konstantin, 19, haben das Verbrechen längst gestanden. Nun erhängte sich der Haupttäter in seiner Zelle in der Justizanstalt Wels. Vor seinem Freitod hat der 48-jährige Mann (wie NEWS in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet) an seinen Anwalt Andreas Mauhart einen langen Abschiedsbrief geschrieben, der NEWS exklusiv vorliegt.

Auszüge daraus: "Ich habe aus meinem Sohn, aus einem fröhlichen Teenager, einen Verbrecher gemacht. Ich habe Konstantin immer (vor dieser Sache) erklärt, dass man nichts Unrechtes tun darf und das Gesetz achten muss. Und jetzt habe ich sein Leben, bevor es richtig losging, ausgelöscht."

Vor etwa einem Monat habe er seinen Sohn beim Spazieren im Gefängnishof gesehen: "Er ist in einer Ecke gestanden mit gesenktem Kopf, voller Angst. Er sah zu mir zum Fenster rauf, mit starrem Blick, als ob er fragen würde: 'Warum'. Keine Nacht kann ich diesen Blick vergessen, er reißt mich aus dem Schlaf, selbst am Tag verfolgt er mich."

"Böse Stimmen" befahlen ihm, Paulina zu töten
Verteidiger Andreas Mauhart hat Klaus K. unzählige Male im Gefängnis besucht. Was erzählte der 48-Jährige bei diesen Visiten über sich und seine Tat? "Er erklärte mir", so der Anwalt, "dass bereits seit vielen Jahren immer wieder 'böse Stimmen' die Herrschaft über ihn übernommen hätten; zunächst nur für Minuten, später für Stunden, schlussendlich sogar für ganze Tage." Am Morgen des Verbrechens an Paulina soll ihm "eine weibliche Stimme" den Tod des Mädchens befohlen haben.

Auch Stiefbruder selbstmordgefährdet
Konstantin K. ist, als er die Nachricht vom Suizid seines Vaters erfuhr, zusammengebrochen. Er wird nun in der Haft umfassend psychologisch betreut, da befürchtet wird, dass auch er sich etwas antun könnte. Vater und Sohn wurden bereits vor Wochen von Gerichtspsychiater Reinhard Haller untersucht; die Gutachten über den Geisteszustand der beiden sollen demnächst der Justiz vorliegen. Der Prozess ist für Anfang 2012 geplant.

Kommentare

Eigenartig wenn ein Abschiedsbrief an einen Anwalt geht u NEWS plötzlich diesen Abschiedsbrief hat. Gilt da kein Vertrauensgrundsatz bei den Anwälten? Oder hat der Schreiber dezidiert die Zustimmung zur Veröffentlichung gegeben?

bridschy melden

wasser u brot? Wasser und Brot und ein Leben lang mit 19? Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Die Strafe sollte angemessen sein.

strudiwudi melden

Re: wasser u brot? aha? und was ist wohl angemessen dafür, einem 14jährigen mädchen das leben zu nehmen?

bridschy melden

Re: wasser u brot? angemessen? Das wird wohl hoffentlich das Gericht entscheiden, dafür haben wir die Judikatur. Allerding muß ich zugeben, dass ein Strafausmaß oft nicht der Schwere der Tat entspricht. bzw. umgekehrt. Der Mann, der das Mädchen (vermutlich!, damit ich nicht in des Teufels Küche komme) umgebracht hat, hat sich selbst gerichtet. Aber Mittelaltermethoden einführen? Oder gar Zahn um Zahn? Das darf nie mehr passieren. Mein ganzes Mitleid und Beileid gehört der armen Familie des ermordeten Mädchens und auch ihr selber, bei dem Gedanken, was sie alles erleiden hat müssen.

Prozess Was braucht man dafür einen aufwendigen Prozess ? Er ist schuldig und damit muß u. sollte er ein Leben lang ( ohne Begnadigung ) hinter Gittern bei Wasser und Brot ohne jeden Kontakt leben müßen.

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