Mord an der Donau von

Opfer noch nicht identifiziert

Ermittlungen laufen auf Hochtouren - Tote weist mehrere Schädelverletzungen auf

Leiche im Augebiet an der Donau bei Tulln gefunden © Bild: APA/Pfarrhofer

Nach dem Mordalarm in Niederösterreich laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Am Montagvormittag war von einem Fischer in einem stehenden Gewässer in der Au im Gemeindegebiet von Muckendorf im Bezirk Tulln eine Leiche gefunden worden. Das Opfer, eine 30 bis 40 Jahre alte Frau, wurde noch nicht identifiziert, bestätigte Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt NÖ auf Anfrage. "Es gibt derzeit keine neuen Erkenntnisse."

Bei den Ermittlungen zur Klärung der Identität setzen die niederösterreichischen Kriminalisten nun auf ein Foto des Opfers, das veröffentlicht wurde. Gleichzeitig richteten sie mehrere Fragen an die Bevölkerung. Hinweise sind an das Landeskriminalamt (Tel.: 059133 / 30-3333) oder jede Polizeidienststelle erbeten.

Ebenfalls veröffentlicht wurde ein Foto des Ringes, den die bisher Unbekannte getragen hatte. Die Fragen der Ermittler an die Bevölkerung: Wer kennt die abgebildete Frau? Wann wurde die Frau zum letzten Mal gesehen? Gibt es Hinweise zum Umfeld der Getöteten, zu deren familiären oder beruflichen Verhältnissen? Wer kann Hinweise zum abgebildeten Goldring der Toten geben?

Frau starb an Schädl-Hirn-Trauma

Zur Identität des Opfers lägen "keine entscheidenden Hinweise" vor, hatte es zuvor auf Anfrage im Landeskriminalamt NÖ geheißen. Die Frau starb laut Obduktion an einem Schädel-Hirn-Trauma nach stumpfer Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Sie wies mehrere Verletzungen an der linken Schädelseite auf.

Fundort nicht Tatort

Fest stand für die Kriminalisten, dass der Fundort nicht der Tatort gewesen ist. Die Frau dürfte 24 bis 48 Stunden vor der Entdeckung durch einen Fischer in einem stehenden Gewässer in der Au an der Donau am Montagvormittag erschlagen worden sein. Demnach hat sich das Verbrechen vermutlich am Wochenende ereignet.

Die Leiche war in ein blaues Spannleintuch verpackt und mit Klebeband verschnürt gewesen. Als Tragehilfe war außerdem ein zerschnittenes Bettzeug um den Körper geschlungen und verknotet.

Untere Körperhälfte nackt

Die Frau soll 30 bis 40 Jahre gewesen sein. Sie war etwa 1,55 Meter groß und 70 Kilo schwer, hatte 40 Zentimeter lange, schwarze Haare und gepflegte Zähne (Gebiss vollständig), trug künstliche Fingernägel und am linken Ringfinger einen goldfarbenen Ring mit kleinem Stein. Bekleidet war die Tote mit einem BH und einem grau-weinroten Pyjama-Oberteil mit Tiermotiv, die untere Körperhälfte war nackt.

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