Mord auf Verlangen in Niederösterreich:
Schwerkranker gibt eigene Tötung in Auftrag

Tatverdächtiger laut Polizei mit glaubhaften Angaben 38-Jähriger erschossen in Weingarten aufgefunden

Mord auf Verlangen in Niederösterreich:
Schwerkranker gibt eigene Tötung in Auftrag © Bild: APA/Gindl

Im Fall eines 38-Jährigen, der am Mittwoch erschossen in einem Weingarten in Bad Pirawarth im Weinviertel gefunden wurde, ist Samstagabend ein Tatverdächtiger verhaftet worden. Es dürfte Tötung auf Verlangen vorliegen, so die Polizei. Der 38-jährige Mann soll schwer krank gewesen sein und einen Bekannten gebeten haben, ihn zu töten. Der Festgenommene habe sich geständig gezeigt.

Rudolf P.habe dem mutmaßlichen Täter zwei Kaufverträge für seine beiden Fahrzeuge übergeben. Zudem habe er Horst S. Bargeld, seine Halskette und weitere Gegenstände vor den tödlichen Schüssen ausgehändigt. Die von dem Verdächtigen geschilderten Angaben zu dem Fall seien "glaubhaft", teilte die Polizei mit.

Die Ermittler hatten Erhebungen zu den letzten Tagen von P. geführt und S. ausgeforscht. Er habe den Bekannten für die Tat ausgewählt, da er zu diesem Vertrauen gehabt hätte. Auch hätte die offenbare Tötung auf Verlangen erfolgen sollen, damit die Familie von S. die Lebensversicherung ausbezahlt bekommt. Horst S. wurde in Haft genommen und nach Abschluss der Befragungen in die Justizanstalt Korneuburg gebracht.

P. war am Mittwoch tot von einem Weingartenbesitzer aufgefunden worden. Auf Rudolf P. war offenbar zweimal gefeuert worden, zunächst in die Brust und dann gegen den Kopf. (apa/red)