Mord vor Linzer Diskothek geklärt: Fünf
junge Männer von der Polizei ausgeforscht

Fataler Angriff auf 21-Jährigen erfolgte ohne Motiv Tödliche Hirnschwellung durch Tritte und Schläge

Mord vor Linzer Diskothek geklärt: Fünf
junge Männer von der Polizei ausgeforscht © Bild: APA/Oczeret

Nach dem Mord vor einer Linzer Disco am Sonntag in der Früh sind nun fünf mutmaßliche Täter ausgeforscht worden. Die jungen Männer im Alter von 17 bis 21 Jahren stehen im Verdacht, einen Bosnier tödlich verletzt zu haben. Sie sollen bereits öfters Lokalbesucher provoziert haben.

Der tödliche Angriff auf den 21-Jährigen sei ohne Motiv erfolgt, die Verdächtigen hätten das Opfer auch nicht gekannt, berichtete Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Dienstag. Nach Zeugenaussagen und Ermittlungen wegen anderer Delikte sei man auf die zum Teil geständigen Männer gestoßen.

Gegen 4.15 Uhr war es im Stiegenhaus der Disco zu der Attacke auf den Bosnier gekommen. Die Täter sollen ihn gefragt haben, wer er ist. Darauf antwortete der Mann: "Das geht euch nichts an." Seine Freundin, die vor dem Gebäude auf ihn wartete, hört ihn noch schreien: "Lasst mich in Ruhe!" Als die Begleiter des 21-Jährigen zu Hilfe eilten, lag dieser bereits leblos am Boden. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch den Notarzt starb er noch am Tatort.

Die Obduktion der Leiche ergab, dass der Bosnier an einem durch ein Hirnödem ausgelösten Organversagen starb. Verantwortlich für die Hirnschwellung waren offensichtlich Faustschläge, aber auch Fußtritte bzw. der Sturz zu Boden.

In dem Lokal waren vor sechs Jahren bei der Explosion einer Handgranate, die mit Stahlkugeln gefüllt war, fast 30 Personen verletzt worden. Der Täter wurde nie gefasst.
(apa/red)