Mord in Linz von

DNA-Spur nach 20 Jahren

Kellnerin 1992 erstochen. Genetischer Fingerabdruck führt jetzt zu Tatverdächtigem.

Mord in Linz - DNA-Spur nach 20 Jahren © Bild: BMI/Weissheimer

Im Fall einer 19-jährigen Kellnerin, die 1992 in einem Linzer Spiellokal erstochen worden ist, hat ein DNA-Abgleich offenbar zu einem konkreten Tatverdächtigen geführt. Französische Behörden speisten den genetischen Fingerabdruck eines Verdächtigen in eine internationale Datenbank ein und fanden eine zufällige Übereinstimmung mit den DNA-Spuren des Linzer Mordfalls. Laut Staatsanwaltschaft gibt es allerdings noch kein Gutachten oder einen Haftbefehl.

Am 10. März 1992 war die 19-Jährige in einem Spiellokal in der Rainerstraße attackiert und getötet worden. Die technischen Möglichkeiten in Sachen DNA-Auswertung waren zu dieser Zeit noch begrenzt. So konnten sich die Ermittler damals hauptsächlich nur auf Haare, Faserspuren und Fingerabdrücke konzentrieren. Aus einem blutigen Fingerabdruck in der Handtasche des Opfers wurde im Jahr 1994 ein grobes DNA-Profil des Täters gewonnen. Im Jahr 2009 konnte diese noch lückenhafte DNA mit sichergestellten Spuren auf der Kleidung des Opfers vervollständigt werden.

Einem Zeitungsbericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" zufolge hätten französische Ermittler nun einen genetischen Fingerabdruck in eine internationale Datenbank eingespeist, der eine zufällige Übereinstimmung zum Linzer Mordfall aus dem Jahr 1992 ergeben hätte. Als Tatverdächtiger wäre ein Mann aus der Balkan-Region ausgeforscht worden. Der Bericht soll aus Polizeikreisen bestätigt worden sein. Die Staatsanwaltschaft dementiert allerdings, dass es zum momentanen Zeitpunkt ein Gutachten oder einen Haftbefehl gebe.