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Monsanto verklagt Kalifornien im Glyphosat-Streit

US-Saatgutriese bestreitet Krebsgefahr

Im Streit über das Herbizid Glyphosat zieht der US-Saatgutriese Monsanto gegen den US-Bundesstaat Kalifornien vor Gericht. Der am Mittwoch eingereichten Klage des Konzerns, den Bayer für mehr als 60 Milliarden Dollar kaufen will, haben sich mehrere Landwirtschaftsverbände angeschlossen.

Stein des Anstoßes ist, dass Kalifornien im Juli den auf Glyphosat basierenden Monsanto-Unkrautvernichter Roundup auf eine Liste krebsverursachender Chemikalien gesetzt hat. Zudem verlangt der Bundesstaat, dass Glyphosat-Produkte ab Sommer nächsten Jahres mit entsprechenden Warnhinweisen versehen sind. Dies wollen die Kläger verhindern. Sie bestreiten derartige Krebsgefahren.

Monsanto-Manager Scott Partridge erklärte, die geforderten Hinweise verbreiteten falsche Informationen und lösten ungerechtfertigterweise öffentliche Besorgnis und Verwirrung aus. Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2015 zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend" ist. In der EU endet die aktuelle Glyphosat-Genehmigung am 15. Dezember. Über eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Verlängerung um weitere fünf Jahre haben die Mitgliedstaaten noch nicht entschieden.

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