Gehälter von

Monatsgehalt als Stundenlohn

Europas Arbeitnehmer müssen oft wochenlang für Stundenlohn von Firmenchefs arbeiten

Reicher Firmenchef Stockbild © Bild: Thinkstock

Der „Economist“ hat berechnet, wie lange Europas Arbeitnehmer arbeiten müssen, bis sie den Stundenlohn eines CEOs verdient haben. Die Ergebnisse sind zum Teile erschütternd und werfen ein Schlaglicht auf die ungleiche Gehaltsverteilung in Europa. Fast 30 Tage muss beispielsweise ein Mindestlohnbezieher in Rumänien arbeiten, während es in Norwegen weniger als drei Tage sind.

Selbst in den Ländern in denen der Unterschied zwischen den Durchschnittsverdienern und den Firmen Bossen nicht besonders groß ist, brauchen Normalverdiener mehrere Arbeitstage um den Stundenlohn der CEOs zu verdienen. In Norwegen, der Schweiz, Island und Irland sind es weniger als fünf Tage.

Österreich fehlt in der Aufzählung aber in Deutschland braucht ein Mindestlohnbezieher fünf und ein Durchschnittsverdiener etwa drei Arbeitstage um den Stundenlohn eines Firmenchefs zu verdienen.

Stundenlohn von 718 Euro

In vielen europäischen Ländern sind die Unterschiede jedoch noch viel extremer. In Italien braucht ein Durchschnittsverdiener schon neun Tage und ein Mindestlohnbezieher gar 13. In Spanien sind es für Niedriglöhner bereits mehr als 20 Tage und am extremsten sind die Ergebnisse in der Ukraine und in Rumänien. Während in der Ukraine Geringverdiener 28 Tage benötigen um den Lohn einer Stunde von Firmenchefs verdienen, sind es in Rumänien 29. Dort muss sogar ein Durchschnittsverdiener dreizehn Tage arbeiten.

Auffällig sind auch die Unterschiede zwischen Durchschnitts- und Mindestlohnbeziehern. Während es in Norwegen und der Schweiz nur wenig Abstand zwischen diesen beiden Gruppen gibt, sind es in Polen bereits fünf ganze Tage und in Rumänien gar 16.

Interessant auch, wie unterschiedlich CEOs in Europa bezahlt werden. In Bulgarien verdienen sie 132 Dollar (99 Euro) pro Stunde, in Schweden hingegen schon 709 (532 Euro) und in Italien gar 957 Dollar (718 Euro) pro Stunde.

„Economist“-Grafik

Kommentare

CEO ist nicht gleich CEO! Da spielt auch die Größe des Unternehmens eine Rolle. Der "normale" MA geht morgens ins Büro, wartet was so kommt und der Chef soll dafür sorgen, daß am 1. das Geld am Konto ist. Aber der Chef soll nicht wesentlich mehr bekommen als die MA. Ja Teufel nochmals, wozu soll man dann Chef sein? Mehr arbeiten, volle Verantwortung und MA Lohn mal 2? Gehts noch? NEID = GRATIS!

Österreichs Arbeitnehmer sind da viel besser dran. Wir haben die höchste Arbeitnehmervertretungsquote weltweit!
Sozialminister, Arbeitsminister, FrauenministerIn, ÖGB, AK usw. jede Funktion mal 10; einmal im Bund und 9x mit gleichen Aufgaben in den Ländern.

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