Monaco von

Was für Kurven!

Der Lieblingsort des Jetsets im Fokus

  • Bild 1 von 13 © Bild: Corbis/Reuters

    Die kurvigsten Attraktionen Monacos 2011: Fürst Alberts schöne Charlene Wittstock und der Formula 1 Grand Prix.

  • Bild 2 von 13 © Bild: Corbis

    Willkommen im Steuerparadies! Monegassen müssen seit 1869 keine personenbezogene Einkommenssteuer mehr zahlen.

Zuerst der Formel 1-Grand Prix und dann die schöne Charlene Wittstock: Diese fürstentümlichen Kurven werden in den nächsten Wochen sämtliche Blicke auf sich ziehen. NEWS.at beleuchtet die einzigartige Kulisse der beiden Megaevents. Soviel sei vorweg genommen: Wer hier Ferien machen will, braucht Geld, viel Geld.

Zum Durchqueren des Mini-Staates Monaco braucht man maximal zehn Minuten - wenn man nicht im Stau steckt, was aufgrund der verwinkelten Straßen sehr häufig der Fall ist. Die Hotels sind luxuriös, die Restaurants teuer, der Mietwagen muss angemessen sein. Doch Vorbeischauen lohnt sich, kann das Fürstentum mit dem weltberühmten Casino, zahlreichen Sehenswürdigkeiten und sogar einem Hamburger mit Seriennummer aufwarten.

Rien ne va plus!
Denkt man an Monte-Carlo, denkt man an das Casino. Das ist jener Ort, wo das Geld locker sitzt und täglich Hunderttausende Euro über den Spieltisch wandern. So manch einer der elegant gekleideten Besucher verspielt innerhalb von wenigen Minuten den Bruttolohn eines Normalverdieners - ohne mit der Wimper zu zucken. Zutritt in den "Salle Europe" sowie in die Privatsalons ("Salons Prives") hat gegen eine Gebühr und das Vorzeigen des Ausweises jeder, ausgenommen sind die monegassischen Staatsbürger. Ihnen ist das Spiel per Gesetz verboten, damit sie ihr Vermögen nicht verzocken.

"Hotel de Paris" - exklusiver geht es nicht
Neben dem prunkvollen Glücksspieltempel liegt das nicht minder bekannte "Hotel de Paris" - das exklusivste Hotel des Fürstentums. Bereits die davor parkenden Luxuskarossen wie Ferrari, Bentley und Aston Martin lassen auf ein betuchtes Klientel schließen. Doch wer hier schon einmal residiert hat, darüber wird geschwiegen. "Kein Kommentar", heißt es dazu vonseiten der Hotelleitung. Überhaupt nicht schweigsam ist man hingegen, wenn es um den hoteleigenen Weinkeller geht.

In diesem sind rund 600.000 Flaschen edler Tropfen gelagert, der Älteste ist ein Chateau d'Yquem und stammt aus dem Jahr 1880. "Österreichische Weine sind leider nicht dabei", bedauerte der Sommelier Fabien Girodano. 99 Prozent der Rebensäfte stammen aus Frankreich, der marginale Rest aus Italien und Australien. Der teuerste Wein, der den Gästen angeboten wird ist Chateau Margaux 1929 um 9.000 Euro.

In einem der Kellerräume feierten Fürst Rainier III und Grace Kelly ihren 25. Hochzeitstag. Kalt, aber romantisch soll es den Erzählungen zufolge gewesen sein, meinte Girodano. Mehr Einblick in das Leben der Fürstenfamilie als im Weinkeller bekommen die Besucher bei einer Besichtigung des Fürstenpalastes, der sich in Monacos Altstadt befindet.

Hamburger mit Seriennummer
Wenn der Magen nach "Essen" ruft, dann begibt sich die schicke Gesellschaft Monacos in das Hotel "Fairmont", wo eine kulinarische Innovation serviert wird: der "FMC burger". Drei Monate hat Küchenchef Maryan Gandon am Hamburger-Rezept getüftelt. "Ich menge dem Fleisch einen Schuss Coca Cola bei", erklärte er das Geheimnis seiner Kreation. Da jedes Fleischleiberl ein Unikat ist, wird es mit einer Seriennummer versehen und serviert.

Eine Bar für Bares
Für den Nachmittagskaffee eignet sich hervorragend eine Bar am Hafen "Hercule". Dabei lässt sich das Treiben auf den noblen Jachten beobachten, deren Größe und Exklusivität kaum zu überbieten sind. Ein Deutscher Tourist meinte staunend, auf die Schiffe deutend: "Mit dem, was da im Hafen schwimmt, ließe sich locker das deutsche Bankensystem retten."

Shopping-Paradies
Während hierzulande eher halbherzig über die Sonntagsöffnung diskutiert wird, hat das Fürstentum Monaco sein Shopping-Konzept ganz auf den Wochenendtouristen ausgelegt. An sieben Sonntagen (bis zum 31. August) kann in Monaco geshoppt werden, was die Brieftasche hergibt. Aber das "Shopping Experience"-Konzept des Fürstentums bietet noch mehr: Die Kunden können ihre Autos für 2 Euro/Tag in einer Parkgarage abstellen und auf Elektro-Räder oder Bus umsteigen. Die Buskarte gibt es schon für 1,50 Euro.

Grüne Exotik
Für jene, die sich nach frischer Luft und Natur sehnen, denen sei der an einem Hang gestaltete "Exotische Garten" (Jardin Exotique) empfohlen. Die Anlage verfügt über eine riesige Sammlung Kakteen, mehr als tausend Stück sollen es laut einem Gärtner sein. Bei einem Spaziergang wird einem erst bewusst, welch enormes Wachstumspotenzial der Kaktus daheim im Blumentopf eigentlich hätte.

Bling Bling
Monaco ist die Stadt der Millionäre und Milliardäre. Ein Luxusschlitten gehört hier ebenso zum guten Ton wie die schicke Penthouse-Suite und die Riesenjacht im Hafen. Die Preise sind dem Geldbörserl der Einwohner entsprechend angepasst. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein Besuch, allein schon um einmal in die Welt der Reichen und Schönen einzutauchen.

Mehr tolle Reise-Storys finden Sie hier!